Ein neuer Termin fürs Fest

Borkener Konfirmationen finden vor Sommerferien statt

 Paar in Kirche
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Für sie steht ein wahrer Konfirmationsmarathon an: Das Pfarrerehepaar Björn und Barbara Kunstmann segnet in den kommenden Wochen 40 Jugendliche in der Borkener Stadtkirche und in Freudenthal ein. Archivfoto: Claudia Brandau

Borken – In Borken finden die Konfirmationen künftig nicht mehr kurz nach Ostern, sondern kurz vor den Sommerferien statt. Was wegen der Pandemie eher nur ein Ausweichtermin war, soll nun zur Regel werden: Die Konfirmanden werden nun dauerhaft im Sommer statt wie bislang im April oder Mai eingesegnet.

„Wir haben die Konfirmationen einfach ans Schuljahr gekoppelt“, sagt Barbara Kunstmann. Und genau das war ja auch früher Grund für den Termin kurz nach Ostern. Damals endete das Schuljahr, die meisten Konfirmanden beendeten die schulische Laufbahn und begannen eine Lehre. „Es hatte also eher organisatorische als theologische Gründe, dass die Jugendlichen früher kurz nach Ostern konfirmiert wurden,“ sagt Barbara Kunstmann.

Heute tritt wohl keiner mehr mit 14 eine Ausbildungsstelle an und auch das Schuljahr endet im Sommer. Deshalb gleicht das Borkener Pfarrerehepaar das große Fest an die neuen Bedingungen an, verlegt es ab sofort in den Sommer.

Kirchenvorstand und auch die Eltern der 40 Jugendlichen, die in den kommenden Wochen in der Stadtkirche und in Freudenthal konfirmiert werden, waren einverstanden. Es sind so ungewöhnlich viele junge Leute, weil es ein Doppeljahrgang ist, der da eingesegnet wird: Auch die Jugendlichen, die pandemiebedingt im vorigen Jahr nicht konfirmiert werden konnten, treten nun ins kirchliche Erwachsenenalter ein, können also ihr großes Fest endlich feiern. Es hat lange gedauert, bis es soweit war, die Termine mussten mehrfach verschoben werden. Die neuen Konfirmanden besuchen ab September, also nach den Sommerferien, den Konfirmandenunterricht: Das sei auch pädagogisch wertvoller, ist sich Kunstmann sicher.

Bislang sei der Unterricht im Frühjahr gestartet, dann von den Ferien und damit von einer langen Pause unterbrochen worden. Kunstmanns sind sicher, dass die neue Regelung auch weiter auf große Zustimmung stoßen wird.

Die spätere Konfirmation im Sommer biete stabileres Wetter und damit auch die Chance, das Fest im Freien feiern zu können. Und es setze einen weiteren markanten Schlusspunkt ans Ende des Schuljahres: „Leben und Alltag der junge Leute sind ohnehin von den Schulstrukturen geprägt.“

Für all die Jugendlichen, die jetzt ihre – oft ungewöhnlich lange – Konfirmandenzeit abschließen, war die vor allem durch Corona geprägt. Es sei logistisch nicht immer einfach gewesen, unter Coronabedingungen so viele junge Leute in kleinere Gruppen zu teilen und zu unterrichten, sagt Kunstmann.

Und auch, wenn keine Freizeiten stattfanden, ein Badminton-Turnier im Pfarrgarten den Konfi-Cup ersetzen musste, der Vorstellungsgottesdienst als You-Tube-Film zu sehen sein wird: „Wir haben diese Zeit doch gut gemeistert“, sagt Barbara Kunstmann. Jetzt wird es Zeit, dass ihre Konfis raus aus der Warteschleife und rein ins Erwachsenenleben kommen.

Von Claudia Brandau

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