König-Heinrich-Schule

Eine kurze Dusche genügt: Schüler schreiben Projektbericht über Wasser

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Drei Monate Arbeit: Das Projektbuch des Politikkurses von Manfred Kieserling steht nun sogar in der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt.

Fritzlar. Unser Grundwasser nutzen wir als Trinkwasserquelle - täglich verbraucht ein Mensch in Deutschland etwa 122 Liter Wasser für Dinge wie Putzen und Wäsche waschen. Doch dieses Gut steht nicht unbegrenzt zur Verfügung.

Ein Politikkurs der König-Heinrich-Schule in Fritzlar hat sich mit Wasserverbrauch und dessen Verwendung beschäftigt und einen Projektbericht erstellt, der nun in der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt vertreten ist.

Auf das Thema aufmerksam geworden seien die Schüler, als ihnen ihr Lehrer Manfred Kieserling Projekte vorgeschlagen habe. „Uns hat interessiert, was mit dem Wasser passiert und welche Probleme es gibt“, sagt Chiara Weidel, Schülerin des Kurses. Geleitet haben sie das Projekt dann selbst: „Wir haben unseren Kurs in Kleingruppen eingeteilt. Jede Gruppe hat sich mit einem Thema beschäftigt.“

Herausfinden wollten sie vor allem, wo das Wasser überhaupt herkommt, wozu es genutzt wird, welche Probleme in Zukunft entstehen werden und wie man Wasser sparen kann. Dazu führten die Schüler Interviews und recherchierten in Büchern. Geschrieben haben sie ihre Berichte aber nicht nur im Unterricht. Viel mussten sie auch in ihrer Freizeit erledigen. „Das Projekt war sehr zeitaufwendig. Sowas funktioniert nicht ohne Engagement“, sagt Kieserling.

Die Schüler erfuhren nicht nur, dass Trinkwasser auch aus der Schwalm gewonnen wird und wie die Wasserversorgung in Fritzlar funktioniert. Bei ihren Recherchen kam heraus, dass beim persönlichen Wasserverbrauch nicht nur die tägliche Dusche zählt: Jedes Nahrungsmittel, jedes Kleidungsstück und jeder Kaffee benötigt Wasser zur Herstellung. So verbrauche jeder Mensch insgesamt etwa 3496 Liter Wasser täglich. Und in ihrem Projektbericht hinterfragen die Schüler dann ihren eigenen Wasserkonsum.

Durch das Projekt habe sich ihre Sicht auf den Verbrauch von Wasser geändert. „Wir gehen mit Wasser jetzt ganz anders um“, sagt Chiara Weidel.

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