Petra Kauermann erinnert sich in einem Buch an früher

Eine schöne Kindheit

Früher: Petra Kauermann auf dem Buchtitel. Fotos: privat

Wabern/Leverkusen. Den Kindern und Enkelkindern erzählen, wie das damals war in Nordhessen, das ist das Anliegen von Petra Kauermann, geborene Breuer. Die 68-Jährige, die seit Jahrzehnten in Leverkusen wohnt, hat ihre Erinnerungen nun in einem Buch verewigt, das den schlichten Titel „Meine Kindheit in Nordhessen“ trägt.

Chronologisch erzählt sie darin von der Hochzeit ihrer Eltern im Jahr 1944 bis zum Abschied aus Nordhessen 1957. Ihre Erinnerungen sind reich an Anekdoten – sei es die Angst vor den Ratten am Plumpsklo oder wie sie auf dem Bohnerbesen stehen durfte, während der Vater ihn durch die Zimmer schob.

Damals gab es noch Trauerzüge, bei denen der Sarg auf einem Pferdegespann durch das Dorf gefahren wurde. Es war die Zeit, als die Kinder Kartoffelkäfer von den Pflanzen sammelten und in Blechdosen steckten.

Kauermann reichert ihr Büchlein mit Rezepten, etwa für Grüne Soße, Erbensuppe und Schwemmklöße an. Sie erzählt von Benimmregeln („Wenn wir mit einem Handschlag grüßten, gehörte noch der Knicks dazu.“) und vom Alltag auf dem Feld. Feste im Jahreslauf und die Schulzeit sind weitere Themen des Erinnerungsbandes. Dazu gibt es Fotografien aus dem Leben der Verfasserin zu sehen, aber auch sorgfältig verzierte Hausaufgabenblätter und einen Eintrag aus dem Poesiealbum.

1957 nahm Petra Kauermanns Vater eine neue Stelle an, er wechselte als Chemiearbeiter zu Bayer nach Leverkusen. Das 71-seitige Buch schließt mit dem Satz: „Hiermit endet die Geschichte meiner schönen Kindheit in Nordhessen.“ (ode) • Das Buch „Meine Kindheit in Nordhessen“ kann für ca. 12 Euro bei Petra Kauermann bestellt werden, Tel. 02171/34 09 86.

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