Eintritt soll das Weinfest retten

Zum Wohl: (von links) Simone Bressan, Heike Ohnstedt, Dirk Schaller und Micha Wölk vom Stadtmarketingverein hoffen auf viele Gäste beim Homberger Weinfest vom 7. bis 9. August. Foto: Yüce

Homberg. Während die Gläser beim Homberger Weinfest stets gut gefüllt wurden, blieb in der Vergangenheit die Kasse des Stadtmarketings nach dem wohl beliebtesten Homberger Fest leer.  Das soll sich ändern.

„Wir wollen das schöne Fest erhalten“, sagt Heike Ohnstedt, Vorsitzende des Stadtmarketingvereins. Um die Stellschrauben zu finden, an denen gedreht werden muss, um das Fest auch zu einem finanziellen Erfolg zu machen, hat sich der Vorstand mit den Ausgaben und Einnahmen 2014 beschäftigt. Demnach entstand ein Defizit von mehr als 6600 Euro. 1300 Euro wurden während des vergangenen Weinfestes an Spenden eingenommen. „Davon gingen 270 Euro als Dank für das Einsammeln der Spenden an die Ritterschaft“, sagt Heike Ohnstedt.

„So wie bislang kann es jedenfalls nicht weitergehen“, erklärt Ohnstedt. Ziel sei es, kostendeckend zu arbeiten und vielleicht sogar ein kleines Plus zu erwirtschaften. Denn sie seien sich sicher, dass das Fest im Stadtpark von den Hombergern und den vielen Gästen auch wirklich gewollt werde. „Wir gehen auch selbst alle gerne dorthin“, sagt sie. Um das Fest zu retten, sollen die Gäste künftig Eintritt zahlen - drei Euro pro Tag. Am Sonntag ist der Eintritt frei. Allerdings werde man das Gelände nicht einzäunen. „Wir hoffen auf die Unterstützung der Homberg und vertrauen auf unsere Gäste“, sagt Dirk Schaller. Noch im Juli soll der Vorverkauf beginnen. Anders als beim Altstadtfest wird es keine Anstecker, sondern Armbänder geben.

Einen ersten finanziellen Erfolg hat der neue Vorstand bereits erzielt: Er hat die Standgebühren erhöhen können. „Viel war nicht möglich, weil es bereits Vorverträge gab.“ Die seien noch vom ehemaligen Vorstand des Stadtmarketings abgeschlossen worden.

Im nächsten Jahr werde man aber weiter Einfluss nehmen: Die Zahl der Aussteller und Stände soll steigen, das Bühnenprogramm erweitert werden. Mit dem Angebot der Weinbauern sei man zufrieden, aber kulinarisch könnte mehr möglich sein. „Käse und Baguette zum Wein“, nennt Schaller ein Beispiel.

Auch die Kosten für den Toilettenwagen könnten drastisch gesenkt werden. Allein für dessen Miete fallen derzeit knapp 3000 Euro an. Auch daran sei wegen der Vorverträge für das Fest in diesem Jahr nichts mehr zu ändern.

„Das könnten wir günstiger haben, wir brauchen keine Luxusvariante“, sagt Schaller. Gerade weil man sparen wolle, tue der Blick auf diesen Ausgabeposten besonders weh. Trotzdem, dass der Handlungsspielraum durch die Vorverträge eingeschränkt ist, sind die Organisatoren zuversichtlich, das Weinfest aus der Verlustzone holen zu können. „Wenn das Wetter mitspielt, schaffen wir das“, so Schaller.

Termin:  Weinfest, Freitag, 7. bis Sonntag, 9. August, im Stadtpark Homberg.

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