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Das Energie-Modell

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Schwalm-Eder. Mit Solarstrom, Windkraft und aus anderen erneuerbaren Energiequellen wird in Felsberg so viel Strom erzeugt wie die privaten Haushalte verbrauchen (siehe Hintergrund).

Die Stadt wird nun zum Testfeld für ein intelligentes Stromnetz, in das viele lokale Erzeuger einspeisen. Felsberg wurde in einem Wettbewerb zum Thema dezentrale Energieerzeugung als Modellkommune ausgezeichnet. Auch die Region Schwalm-Aue hat gepunktet: Willingshausen und Wabern wurden als Kooperationspartner ausgewählt.

In diesen Gemeinden sollen nun Ideen entwickelt werden, wie eine regionale Vollversorgung aussehen könnte, sagte Martin Hoppe Kilpper, Geschäftsführer des Kasseler Netzwerks Deenet.

Am Anfang steht eine Bestandsaufnahme. Ein Beispiel sind Gebäude: Welche Haustypen Wärme verlieren, wo es geeignete Dächer für Solaranlagen gibt, sind Themen, denen nachgegangen wird.

Felsbergs Bürgermeister Volker Steinmetz sieht in der lokalen Energieerzeugung auch wirtschaftliche Vorteile: Von den Gewinnen hätten auch die Einwohner etwas.

Der Wettbewerb ist in das Modellprojekt „Regionale Energieversorgung 2020“ eingebettet, hinter dem die Eon Mitte AG sowie Deenet, Forschungseinrichtungen und Unternehmen stehen.

In der Stromversorgung werden die Weichen neu gestellt: Immer mehr Privathaushalte erzeugen selbst Energie – meist mit der Fotovoltaik-Anlage. Eon Mitte muss diesen Strom abnehmen. Das verlangt neue Steuerungsmethoden im Netz.

„Die regionale Energieversorgung ist unser Kerngeschäft. Und sie ändert sich gewaltig“, sagte Eon-Mitte-Vorstand Thomas Weber. (wll)

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