Lachgas nimmt Patienten die Angst vor der Behandlung – Weniger Schmerzempfinden

Entspannt zum Zahnarzt

Keine Angst vor der Behandlung: Lachgas wird über eine Nasenmaske verabreicht. Unser Foto zeigt Zahnarzt Stefan Krämer mit Lena Marquardt bei der Behandlung mit Lachgas. Foto: De Filippo

Schwalm-Eder. Schon der Gedanke an einen Zahnarztbesuch löst bei vielen Menschen ein ungutes Gefühl aus. Eine Möglichkeit, die Behandlung für den Patienten stressfreier zu machen, ist die Verwendung von Lachgas.

„Es handelt sich dabei um eine leichte Methode der Sedierung“, erklärt Zahnarzt Stefan Krämer, der mit einem Kollegen das Zahnärztliche Behandlungszentrum Obervorschütz betreibt. Der Patient sei während der Behandlung ansprechbar, durch das Lachgas jedoch entspannter und weniger schmerzempfindlich.

Einsetzbar sei Lachgas laut Krämer bei nahezu jeder zahnärztlichen Behandlung: von der professionellen Zahnreinigung bis zur Entfernung der Weisheitszähne. Eine lokale Betäubung per Spritze sei bei solchen Eingriffen trotzdem notwendig. „Die Patienten haben dank des Lachgases keine Angst mehr und spüren den Einstich weniger stark.“

Und so funktioniert die Lachgassedierung, die deutschlandweit von etwa zehn Prozent der Zahnärzte angeboten wird: Über eine Nasenmaske wird ein Gemisch aus Lachgas und Sauerstoff verabreicht. Die Wirkung des Stoffes setzt nach kurzer Zeit ein. „Manche beschreiben es als beschwingtes Gefühl, andere werden nur ruhig“, weiß Krämer. Eine aufwändige Überwachung des Patienten - so wie es bei einer Narkose üblich ist - sei nicht notwendig. Lediglich ein Pulsoximeter, das an den Finger geklemmt wird, misst Herzfrequenz und Sauerstoffsättigung.

Ist die Behandlung abgeschlossen, bekommt der Patient ein paar Minuten lang reinen Sauerstoff. „In der Regel ist die Wirkung des Lachgases nach 30 Sekunden verflogen“, sagt Krämer. Nachwirkungen seien nicht zu erwarten, der Patient könne problemlos nach Hause fahren.

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