Im Interview spricht er über die Show

Homberger scheidet bei RTL-Show Ninja Warrior aus

Klammert sich an das Hindernis: Alexander Haidamak aus Homberg hat es bei Ninja Warrior bis ins Finale geschafft.
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Klammert sich an das Hindernis: Alexander Haidamak aus Homberg hat es bei Ninja Warrior bis ins Finale geschafft.

Homberg – Es ist die wohl härteste Show im deutschen Fernsehen, und nur die allerbesten, die wirklich stärksten und am besten trainierten Athleten schaffen es über die kniffligen Parcours bis ins Finale. Alexander Haidamak aus Homberg hat bei Ninja Warrior Germany ordentlich Muckis und Kampfgeist bewiesen.

Nach aufregenden Wochen vor den Fernsehkameras hat es der Familienvater bis ins Finale geschafft. Was am Ende fürs Siegertreppchen gefehlt hat, verrät er im Gespräch mit der HNA.

Gestern Abend hat Fernsehdeutschland Ihren Abschied verfolgt. Traurig?
Nein, ganz im Gegenteil. Persönlich war mein Ziel, mindestens ins Halbfinale zu kommen, alles darüber hinaus ist einfach richtig klasse für mich, schließlich darf man auch nicht vergessen, dass ich dreischichtig arbeite, zudem Ehemann und Familienvater bin. Jeder, der Kinder hat und zusätzlich früh, spät und nachts arbeitet, weiß, wie anstrengend und mühselig das sein kann. Da kann man durchaus glücklich mit solch einem Ergebnis sein. In der Ninja Warrior Welt habe ich es geschafft, mir einen Namen zu machen, besser geht es nicht.
Woran hat es am Ende gelegen?
Dass ich raus bin, hat nicht an meiner Fitness gelegen, es war einfach eine Erfahrungssache. Als ich im Halbfinale an den Schwungscheiben raus bin, bin ich einfach unglücklich abgerutscht, da hätte ich mir mehr Zeit lassen müssen. Meine sechsjährige Tochter Mia hat allerdings gesagt, ich hätte mir keine Mühe gegeben. Im Finale war es eine Fehleinschätzung, durch die ich die Orientierung verloren und mich somit ins Aus befördert habe. Es sind tatsächlich Millisekunden, in denen man reagieren muss.
Nach der Show ist vor der Show: Sie wollen noch einmal antreten?
Ich will mir den Mount Moriyama (Parcoursziel der Show, Anm. der Redaktion) nochmal vorknöpfen, weil ich denke, dass ich es mit meiner jetzigen Erfahrung und einem guten Training schaffen kann. Außerdem habe ich es meinen Kindern versprochen. Zudem ist es eine gute Gelegenheit, meinen neuen Trainingsplan auszuprobieren. Nur so kann ich feststellen, ob er gut ist oder nicht – und nur so kann ich auch sagen, ob wirklich jeder mit einem gutem Training Ninja Warrior werden kann.
Was muss man haben, um erfolgreich zu sein?
Ohne Frage: Ausdauer. Wer keine Ausdauer hat, wird schwer etwas erreichen. Es sei denn, man ist von Haus aus ein Glückspilz. Um erfolgreich zu sein, braucht es auch jede Menge Mut. Man muss beispielsweise Mut finden, um loslassen zu können, einen neuen Schritt zu wagen. Sei es im beruflichen, sportlichen oder privaten Teil des Lebens. Nicht zu vergessen sind Familie, Freunde, Kollegen und Verein, die einen unterstützen und hinter einem stehen. Hätte ich meine Frau nicht, wäre das Ganze nicht machbar und ich nicht da, wo ich heute stehe.
Und wie kommt man dahin?
Man darf niemals aufgeben, egal wie schwer es manchmal alles erscheint. Es spielt keine Rolle, wie oft man gewonnen oder verloren hat, wenn ich persönlich besser bin als gestern, ist das schon ein Sieg. Dazu kann ich auch noch sagen, dass ich selber mehr Niederlagen als Erfolge im Leben hatte, ich habe mich nur geweigert, das Handtuch zu werfen.
Wenn Sie auf die Zeit der TV-Show zurückblicken, was geht Ihnen durch den Kopf?
Jetzt, wo ich mir die Sendung mit meiner Frau gemeinsam ansehe, denke ich mir nur „Wow“. Mir geht immer wieder durch den Kopf, was Ninja Warrior einem Athleten alles abverlangt und wie glücklich in bin, dass ich es bei solch schweren Parcours bis ins Finale geschafft habe.

Von Sascha Hoffmann

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