Knapp 300 Zuschauer

Erste Musikshow in Coronazeiten: Dirk und Phil Schaller treten in Homberg auf

Bunt und schrill: Dirk Schaller aus Homberg, der als Reiner Irrsinn Konzerte gibt, stand am Samstag auf der Bühne und begeisterte die Fans in ihren Autos. Fotos: Dirk Schaller

„Homberg“ musste Dirk Schaller nur rufen – und schon ertönte ein ganzes Hupkonzert auf dem Gelände der Ostpreußenkaserne. Es war die erste große Party, die die Kreisstadt in der Coronakrise feiern durfte.

Die Musikshow des Homberger Friseurs, der als Reiner Irrsinn bekannt ist, und des Unshäuser Sängers Phil Schaller am Samstagabend war der Auftakt einer großen Veranstaltungsreihe im Homberger Autokino.

Und der wurde ordentlich gefeiert. Rund 270 Zuschauer in etwa 120 Autos ließen es sich nicht nehmen, ins Fahrzeug zu steigen und zu einem Mix aus Popsongs, Rockmusik und Schlagern eine echte Party steigen zu lassen. „Es war wie ein Befreiungsschlag“, sagt Dirk Schaller später im HNA-Gespräch. Schließlich sei es ein Wagnis gewesen – auch finanziell –, es mit unterschiedlichen Veranstaltungen auf dem Gelände der Ostpreußenkaserne krachen zu lassen.

Alle wollten zur Party: In einer langen Schlange standen die Autos auf dem Weg zur Ostpreußenkaserne.

Wie viele Menschen kommen in Coronazeiten wirklich vorbei? Wie wird der erste Auftritt? All diese Fragen hätten sowohl Dirk als auch Phil Schaller, der das Bühnenerlebnis in der Krise längst durch die Sat1-Finalshow von „The Voice Kids“ kennt, beschäftigt. Tief durchatmen konnten beide, als die Fans ihnen zeigten: Eine Party am Samstagabend ist offenbar endlich mal wieder genau das Richtige.

„Die Leute haben mitgesungen, im Auto getanzt – und sich dabei auch vorbildlich an die Regeln gehalten“, sagt Schaller stolz und erleichtert. Vollgas hätten alle Organisatoren inklusive Kinobetreiber Joachim Walther gegeben, um das ganze Projekt Autokino innerhalb weniger Tage auf die Beine zu stellen.

„Im Vorfeld hatte ich richtig Bauchgrummeln, weil ich Angst hatte, dass unser Vorhaben in Zeiten von Corona eben doch schwierig umzusetzen ist“, so Schaller. Ungewissheit gehöre eben derzeit dazu. Doch dann waren sie da, die Fans. Die vielen Scheinwerfer der Autos und die Stimmung, die sich alle erhofft hatten.

Bei genauem Hinsehen habe der Sänger auch viele alte Bekannte erkannt. „Am liebsten wäre man sich natürlich um den Hals gefallen, aber das geht ja einfach nicht.“

Und schon in dieser Woche folgt das nächste große Spektakel auf dem Gelände des Autokinos: Die Macher von Rock am Stück holen unter anderem die Rockband Nitrogods auf die Bühne. Die heizen noch mal richtig ein.

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