Finanzierung für zweiten Abschnitt nicht sicher

Erster Abschnitt ist fast geschafft: Bauarbeiten zur Erweiterung der Kindertagesstätte Lummerland in Neuental laufen

Kümmern sich um die Fassade an der Aufstockung: vorne Zimmermann Franz Hacker und Zimmermann Thomas Möller von der Firma Holzbauer Spohr aus Frankenau.
+
Kümmern sich um die Fassade an der Aufstockung: vorne Zimmermann Franz Hacker und Zimmermann Thomas Möller von der Firma Holzbauer Spohr aus Frankenau.

Die Arbeiten am ersten Bauabschnitt zur Erweiterung der Kita Lummerland in Zimmersrode schreiten gut voran. Zuletzt ist die Außenfassade der neuen Personalräume verkleidet worden. Diese werden sich in Zukunft nicht mehr im Erdgeschoss, sondern im ersten Stockwerk befinden, erklärt Bürgermeister Dr. Philipp Rottwilm.

Im ersten Stockwerk werden dann, neben einem Aufenthaltungsraum für Erzieher, auch ein Raum für die Kindergartenleitung, ein Lager sowie ein Besprechungsraum für Eltern zu finden sein. Mit der Verlegung ins erste Stockwerk entstehen im Erdgeschoss neue Gruppenräume und ein großer Bewegungsraum, so Rottwilm. Geplant ist, dass nach Abschluss der Arbeiten in insgesamt sechs neuen Gruppenräumen Kinder betreut werden können.

Mit dem ersten Bauabschnitt sind nicht nur neue Räume geschaffen worden, sondern auch alte Mängel behoben, so Rottwilm. So wurde bereits zwei von vier Dächern saniert: das Dach des Ostbaus und das Flachdach. Denn die Bepflanzung hätte in vergangener Zeit zu Schimmelbildung geführt. Die Kosten für den ersten Bauabschnitt liegen bei rund 500 000 Euro. Darin sind die Aufstockung und die Sanierung der Dächer mitinbegriffen.

Problem bereitet der Gemeinde die weitere Finanzierung des zweite Bauabschnittes. Dann sollte eigentlich ein Anbau für eine U-3-Gruppe entstehen, sowie die Sanitäranlagen saniert und ein Forschungsraum eingerichtet werden. Die Finanzierung fehlt bislang für den zweiten Bauabschnitt, erklärt Rottwilm. 76 Prozent der gesamten Kosten von rund einer Millionen werden von Bund, Land und Kreis gefördert. Dafür gab es die Zustimmung Ende 2019. Doch das Geld, insgesamt 450 000 Euro, lässt weiter auf sich warten. „Wie viele Kommunen in Hessen wurden wir auch vom Land im Stich gelassen“, sagt er. Selbst ist die Gemeinde nicht in der Lage, die komplette finanzielle Last zu tragen. „Wir haben vom Land keine Absage erhalten, aber auch keinen Bewilligungsbescheid“, so Rottwilm. Wenn der Zuschuss nicht komme, dann werde es auch keinen Anbau geben, sagt er. „Alles was wir dann machen würden, würden wir ohne die Sicherheit machen, dass das Geld noch kommt“, erklärt er.

Wenn das Geld nicht bald bewilligt werde, so müsse die Gemeinde auf einen Alternativplan zurückgreifen. „Auch der Innenausbau ist bei der Finanzierung zum Anbau dabei, weshalb wir dann umplanen müssten, was äußerst unglücklich wäre“, sagt er. Dann würde der neue Werkraum wegfallen, der neue große Bewegungsraum würde weiterhin ein Gruppenraum bleiben und die Sanitäranlagen würden nicht saniert. „Dann hätten wir mit der Aufstockung zwar genügend Platz für ausreichend Betreuungsplätze geschaffen, aber wir wären nicht mit dem Ergebnis zufrieden.“

Von Linett Hanert

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.