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Homberg will Chance für Innenstadt nutzen

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Von: Lea Beckmann

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Insgesamt 41 Städte und Gemeinden wurden ins Landesprogramm „Zukunft Innenstadt“ aufgenommen. Mit dabei: Homberg. „Wir freuen uns sehr, dass wir mit ausgewählt wurden – es ist wie eine kleine Auszeichnung“, sagt Bürgermeister Dr. Nico Ritz.

Homberg - Für die Stadt Homberg habe von vorn herein festgestanden, dass die es klar, dass sie sich für das Landesprogramm bewerben würde: Das Programm biete viele Chancen, um die Stadtmitte besser zu gestalten.

Unter dem Motto „Geben Sie der Zukunft Ihrer Innenstadt Raum“ haben insgesamt 97 Kommunen den Hut in den Ring geworfen. Jede konnte sich für ein Raumbudget von maximal 300 000 Euro bewerben und bis zu drei Projekte vorschlagen. Die Fördersumme beträgt insgesamt zehn Millionen Euro. Die Stadt Homberg erhält nun für ihre drei Projekte 220 000 Euro.

Drei Projekte sind angemeldet

Hombergs Projekte: das Stadtmobiliar aus dem Machwerk, Möglichkeitsraum im Möbelwagen und Freiraum in der Untergasse. Alle drei laden die Homberger zum aktiven Mitgestalten ein. „Uns ist es wichtig, dass die Bürger die Innenstadt als die ihre begreifen“, sagt Ritz. Daher habe sich Homberg auch für die Gestaltung der Möbel im Machwerk entschieden. „Wir hätten von der Fördersumme auch einfach Möbel kaufen können – das wollten wir aber nicht“, so der Bürgermeister.

Homberg wurde beim Landesprogramm „Zukunft Innenstadt“ ausgewählt: 220 000 Euro werden in drei Innenstadt-Projekte investiert.
Homberg wurde beim Landesprogramm „Zukunft Innenstadt“ ausgewählt: 220 000 Euro werden in drei Innenstadt-Projekte investiert. © Chantal Müller, Golden Moments

„Möbelwagen“ wieder nutzbar machen

Das niedrige Fachwerkhaus auf dem Homberger Marktplatz – der sogenannte Möbelwagen – soll mithilfe des Landesprogrammes wieder voll nutzbar gemacht werden. Derzeit stelle es einen Lagerraum dar. „Wir wollen den Raum ordentlich begehbar machen, denn das Gebäude liegt charakteristisch und prominent auf dem Marktplatz“, so Ritz. Der Raum soll aber nicht nur für einen einzigen Zweck genutzt werden, sondern für eine flexible Nutzbarkeit offen stehen. Tagungen oder eine Pop-Up-Gastronomie könnten dort stattfinden.

Das dritte Projekt: der Freiraum in der Untergasse. Ein ehemaliges Ladenlokal mit seinem charakteristischen grünen Gebälk sei ziemlich heruntergekommen. Es sei umso wichtiger, das Gebäude wieder auf Vordermann zu bringen, da es mitten im Geschäftsbereich liege. „Wir wollen einen versunkenen Schatz wieder sichtbar machen“, sagt Ritz.Die Stadt werde daher demnächst einen Aufruf starten, damit sich möglichst viele Bürger beteiligen.

Jeder Homberger kann mitmachen

Wer sowohl handwerklich-kreativ sei oder aber einfach Lust habe, mit anzupacken, solle sich auf jeden Fall melden. Dafür brauchen sich interessierte Bürger nur bei der Stadt melden. „Mit unseren drei Projekten setzen wir einen Impuls, der Folgewirkungen erzielt“, sagt Ritz.

Solche Projekte seien nur durch solche Förderungen möglich, denn die seien existenziell. „Sie stellen die Bedeutung der Innenstadt wieder in den Fokus“, so Ritz. Der Strukturwandel stelle viele Städte, genau wie Homberg, vor große Herausforderungen.

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