Das Essen schmeckt, der Laden brummt: Jetzt wird das Café der KHS ausgebaut

Fair und gesund im Mund

Gesundes lecker zubereitet: Nadja Franz (links) und Renate Brösamle-Hesse leiten das Café in der König-Heinrich-Schule. Foto: M. Koch/nh

Fritzlar. Schokolade, Orangensaft, Bananen und selbstgemachte Snacks: Das Angebot der Cafeteria in der König-Heinrich-Schule lässt einem das Wasser im Mund zusammen laufen. Und abgesehen von den Backwaren wird alles, was dort angeboten wird, fair gehandelt oder kommt aus der Region.

„Das Essen bei uns schmeckt so gut, dass viele Kinder sogar nach Rezepten fragen“, erzählt die Leiterin des Cafés, Renate Brösamle-Hesse, „und dabei ist es sogar gesund.“ Sie überlege sogar, ein Kochbuch herauszubringen, so gut kommen die Gerichte bei den Schülern an.

Vollwertiges aus der Region

Die Sozialpädagogin und ihre Partnerin Nadja Franz setzen in ihrem Café ganz auf vollwertiges Essen aus fairem Handel (Fair Trade) und frisches Obst und Gemüse von Bauern aus dem Umkreis. „Dadurch wollen wir die Schüler zu bewusstem Essen und Genießen erziehen“, sagt Schulleiter Dr. Ulrich Nathusius. Die Schule wolle nicht propagieren, dass Speisen nur deshalb gegessen werden müssen, weil sie gesund sind – sie wolle vielmehr durch die gute Qualität ihres Angebots überzeugen, sagt der Direktor.

Renate Brösamle-Hesse hofft, dass noch mehr Schulen ein solches Programm einführen. Denn dann würde sich bei immer mehr Schülern ein Bewusstsein für fair gehandelte und gesunde Lebensmittel durchsetzen.

„Das Essen bei uns schmeckt so gut, dass viele Kinder sogar nach Rezepten fragen.“

Renate Brösamle-Hesse, Leiterin des Cafés

Die Themen Fair Trade und bewusstes Genießen liegen ihr sehr am Herzen: „Ich sage immer: Schokolade sollte man lutschen. Da hat man länger etwas davon und isst nicht zu viel.“ Schokolade wird im Café auch angeboten, denn fair gehandelt und gesund bedeutet nicht, dass es nicht schmeckt. Von Weißer-Crisp- über Vollmilchschokolade mit Kokosraspeln bis zu Orangensaft: Bei Renate Brösamle-Hesse und Nadja Franz darf geschlemmt werden – ganz ohne schlechtes Gewissen.

Kochen und dabei lernen

Die Idee, ein Fair-Trade-Café in der KHS ins Leben zu rufen, stammt von Renate Brösamle-Hesse. Ihr Plan ging auf: Mittlerweile brummt der Laden. Viele Mütter arbeiten ehrenamtlich mit, außerdem bietet das Café Arbeit für Ein-Euro-Jobber. Nun werden die Schule und der Förderverein das Café vergrößern. Dann werde es laut Dr. Nathusius eine größere Küche mit zwei Kochinseln geben. „Die Prinzipien von fairem Handel und gesundem Essen sollen stärker in den Politik- und Biologieunterricht eingebunden werden“, sagt er.

Die neuen zusätzlichen Kochinseln eignen sich ihm zufolge gut dazu, Kochkurse für die Schüler anzubieten: „So vernetzt man die Unterrichtsinhalte gut miteinander und lernt mit Kopf, Herz und Hand.“ (nh)

Von Miriam Koch

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