Feier in Indien: 25 Jahre Partnerschaft mit Shimoga

Zwei Welten, ein Glaube: Die Christen aus dem Bezirk Shimoga im indischen Bundesstaat Karnataka empfingen für zwei Wochen die Gäste aus dem Kirchenkreis Fritzlar-Homberg. Vorne 3. von rechts Dekanin Sabine Tümmler. Fotos: privat

Fritzlar/Homberg. Aus dem kleinen Pflänzchen, das vor 25 Jahren in Indien gepflanzt wurde, ist eine stattliche Palme geworden. Und auch die Freundschaft zwischen Christen im Bezirk Shimoga und dem Kirchenkreis Fritzlar ist gewachsen.

Beim kürzlichen Besuch der Delegation aus Fritzlar-Homberg zur Jubiläumsfeier in Indien ein Vierteljahrhundert später genossen die elf Frauen und Männer um Dekanin Sabine Tümmler die Früchte des Baumes - im doppelten Sinn: Sie tranken die Milch der Kokosnüsse und waren willkommene Gäste der indischen Kirchengemeinden.

Zwei Wochen lang reisten die deutschen Partner durch die Region im Bundesstaat Karnataka und schauten in nahezu allen christlichen Kirchengemeinden vorbei, in den großen Städten wie in den kleinen Dörfern. Die festliche Jubiläumsfeier zum 25-jährigen Bestehen fand in Shimoga statt. „Wir wollen in der Breite präsent sein“, sagt Dekanin Sabine Tümmler, die zum ersten Mal Indien besuchte. Für jede Kirche hatte man deshalb auch ein eigens vorbereitetes Altartuch als Gastgeschenk dabei.

Sie erlebte, dass der Glaube in Indien ganz anders verbindet als bei uns. Die Menschen, gerade als christliche Minderheit, seien klar in ihren gesellschaftlichen Kontext eingebunden. Der Besuch sei für die Gemeinden auch deshalb wichtig, weil sie dadurch mehr Aufmerksamkeit erhielten, die Wertschätzung steige.

Bemerkenswert sei auch, so Tümmler, dass die indische Gesellschaft ganz anders geübt sei im Umgang mit verschiedenen Religionen. „Da stehen wir erst am Anfang“, sagt sie. Man könne von Indien noch viel lernen.

Das ist Karnataka

Der indische Bundesstaat Karnataka ist 192 000 Quadratkilometer groß (Deutschland: 357 000 qkm) und hat über 61 Millionen Einwohner. Der frühere indische Fürstenstaat Mysore trat im Jahr 1947 der Indischen Union bei. Die Hauptstadt Karnatakas ist Bangalore im Süden des Landes mit 8,5 Mio. Einwohnern, eine IT-Metropole in Indien. Die Amtssprache ist Kannada.

Hindus stellen mit 84 Prozent die deutliche Bevölkerungsmehrheit, Muslime stellen 13 Prozent, die Christen knapp zwei Prozent der Bevölkerung. Die Zahlen entsprechen dem Landesdurchschnitt.

In Karnataka herrscht tropisches Klima, stark beeinflusst von dem Monsun.

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