Don Kosakenchor Serge Jaroff in der Stadtkirche Fritzlar sorgte für Gänsehaut

Ein Festival der Stimmen

Begeisterung: Die 16 Säner des Kosakenchores Serge Jaroff unter der Leitung von Wladimir Pasdriy rissten die Zuhörer in der Fritzlarer Stadtkirche zu Begeisterungsstürmen hin. Foto: Zirzow

Fritzlar. Zu seinem 165. Geburtstag hatte der Männergesangverein Liedertafel 1849 sich und mehr als 250 Besuchern in der Stadtkirche ein außergewöhnliches Geschenk gemacht. Zum ersten Mal trat der Don Kosakenchor in Fritzlar auf.

Der Chor wurde vor 94 Jahren von dem 1985 verstorbenen Serge Jaroff gegründet und steht seit 1991 unter der Leitung von Wanja Hlibka, der leider erkrankt war und bei der Premiere in der Domstadt von Wladimir Pasdriy vertreten wurde.

Nach kurzer Begrüßung durch Dekan Dr. Helmut Umbach und den Vereinsvorsitzenden der Liedertafel, Wolfgang Damm, begann ein mit Worten schwer zu beschreibendes, in Klangfülle und Stimmgewalt überzeugendes Konzert der sechzehn Sänger. Alle trugen sie Schwarz und weite Pluderhosen mit roten Streifen.

Kennzeichnend war der klare Ausdruck und die Kraft der Stimmen – vom höchsten Tenor bis zum tiefsten Bass, den man körperlich spürte und der eine Gänsehaut erzeugte. Ohne Mikrofon und Verstärker stellte der Chor in seinem vielfältigen Repertoire nicht nur Kirchenlieder aus der orthodoxen Liturgie, sondern auch eine Auswahl russischer Volksmusik vor.

Unter anderem begeisterten die leidenschaftlichen Sänger mit „Herr erbarme Dich“, „Ave Maria“, „Gott rette Dein Volk“, „Die zwölf Räuber“, „Abendglocken“, „Mitternacht in Moskau“ bis hin zum berühmten „Kalinka“ die Besucher, denen man die Begeisterung ansah. Mit Beifallsstürmen und stehenden Ovationen belohnten sie den Vortrag der Künstler und erklatschten so zwei Zugaben.

Dekan Dr. Helmut Umbach erteilte nach dem „Vater Unser“ den Segen und gemeinsam mit den Don Kosaken sang der Männergesangverein Liedertafel zum Abschluss das Lied „Guten Abend, Gute Nacht.“

Von Rainer Zirzow

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