Bis zu 32 Meter hoch

Feuerwehr Fritzlar hat neue Drehleiter: Wehr kann nun hoch hinaus

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Freude über die neue Technik: Die Feuerwehr Fritzlar stellte am Samstag auf dem Marktplatz das neue Einsatzfahrzeug samt 32 Meter hoher Drehleiter vor. 

Es war ein bisschen wie ein Volksfest: Als die Feuerwehr Fritzlar am Samstag ihr neues Einsatzfahrzeug samt Drehleiter erhielt, waren viele Fritzlarer auf den Marktplatz gekommen.

Rund 660 000 Euro hat das neue Einsatzfahrzeug gekostet. Stadt, Landkreis und das Land Hessen hatten das Geld aufgebracht. Das Fahrzeug sei ein wichtiger Baustein für den Brandschutz und die Sicherheit, sagte Bürgermeister Hartmut Spogat bei der Übergabe. Die stellte den Abschluss des interkommunalen Beschaffungsprozesses mit den Städten Fritzlar, Borken, Hessisch Lichtenau und Sontra dar.

Bereits 2017 wurden die Zuschüsse des Landes sowie des Schwalm-Eder-Kreises beantragt. 2018 war dann klar, dass das Land Hessen das Fahrzeug mit 282.500 Euro fördert, der Schwalm-Eder-Kreis 169.500 Euro zuschießt und die Stadt Fritzlar 208.000 Euro schultert. Dann begann unter Federführung der Stadt Sontra das europaweite Ausschreibungsverfahren, durch das alle vier Kommunen viel Geld eingespart haben, hieß es am Samstag.

Mitte Januar 2019 wurde das neue Fahrzeug für die Feuerwehr Fritzlar bestellt

Mitte Januar 2019 wurde der Auftrag für das Modell L32A-XS auf einem Mercedes Benz Fahrgestell (Atego 1530) an die Firma Rosenbauer vergeben, im September wurden acht Feuerwehrleute am Stammwerk in Karlsruhe geschult, im Oktober übergab Staatssekretär Mark Weinmeister die vier Drehleiterfahrzeuge an die Bürgermeister beziehungsweise Landräte.

Seither machen sich die Brandschützer mit der neuen Technik vertraut. Das neue Fahrzeug ersetzt die inzwischen über 28 Jahre alte Drehleiter, die nicht mehr dem Stand der Technik entsprochen hatte.

Es geht bis zu 32 Meter hoch: Einsatz vor allem in den engen Gassen Fritzlars

Gerade bei Einsätzen in engen Gassen besticht die neue Drehleiter – ihre Arbeitshöhe liegt bei schwindelerregenden 32 Metern – mit ihrem abneigbaren Korbarm und ihrem engen Wendekreis. Ein weiteres Highlight ist der größere Rettungskorb mit einer Nutzlast von bis zu 500 Kilo. Künftig finden dort fünf Personen Platz, zudem ist er auch mit Atemschutzgerät auf dem Rücken begehbar.

Für die Rettung von schwergewichtigen Patienten kann man bei Bedarf auch eine Schwerlasttrage anbringen. Durch die angebrachten Kameras am Korb sowie am Heck des Fahrzeuges wird die Arbeit der ehrenamtlichen Brandschützer erheblich erleichtert. Mithilfe der LED-Technik ist ein taghelles Ausleuchten von Einsatzstellen möglich, was einsatztaktische Vorteile hat und die Sicherheit der Einsatzkräfte erhöht.

Fritzlarer Feuerwehr freut sich über ihre neue Drehleiter 

 © Peter Zerhau 
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