Deutsche Lebensrettungs-Gesellschaft

Historische Flut-Katastrophe: Hilfsteams aus Nordhessen unterwegs nach NRW

Um die Einsatzkräfte in den Krisengebieten in Nordrhein-Westfalen zu unterstützen, haben sich Teams der DLRG aus Nordhessen auf den Weg ins Nachbar-Bundesland gemacht.

Kassel/Düsseldorf - Um in der dramatischen Situation nach der Flutkatastrophe die nordrhein-westfälischen Nachbarn zu unterstützen, haben die hessischen Landkreise Kassel und Schwalm-Eder Einsatzkräfte in die von Hochwasser und Starkregen besonders betroffenen Gebiete entsandt. Mit insgesamt 41 Einsatzkräften von zwei Wasserrettungszügen der DLRG sowie 15 Fahrzeugen starteten die Hilfsteams aus Hessen am Freitagmorgen (16.07.2021) nach Nordrhein-Westfalen.

Die Helferinnen und Helfer aus Nordhessen begeben sich zunächst zu einem zentralen Sammelpunkt für Einsatzkräfte, die aus vielen Regionen Deutschlands zur Unterstützung in die Flutgebiete kommen und werden dann ihren Einsatzorten zugeteilt. Bei der historischen Unwetter-Serie* mit heftigen Überflutungen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz wurden zahlreiche Städte und Gemeinden verwüstet, Häuser und Brücken stürzten ein, allein in Nordrhein-Westfalen sind bislang über 40 Todesopfer zu beklagen. Hunderte Menschen werden in den besonders betroffenen Flutgebieten in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen vermisst.

Einsatzkräfte aus Hessen haben sich auf den Weg gemacht, um die Rettungsmaßnahmen in Nordrhein-Westfalen zu unterstützen.

Nach Flutkatastrophe in Nordrhein-Westfalen: Hessen zeigt sich solidarisch

Vor der Abfahrt trafen sich die Frauen und Männer, die sich für die DLRG auf den Weg nach Nordrhein-Westfalen gemacht haben, nach Angaben des Kreises mit den Landräten beider Kreise. Andreas Siebert (Landkreis Kassel, SPD) und Winfried Becker (Schwalm-Eder-Kreis, SPD) betonten beide, dass die länderübergreifende Solidarität in der aktuellen Situation eine Selbstverständlichkeit sei. Man sei in Gedanken bei den Menschen in den Katastrophengebieten, betonten beide. Auch in Teilen Nordhessens waren Mitte der Woche starke Regenfälle* niedergegangen, so schlimm wie in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz waren die gemeldeten Überschwemmungen aber bei weitem nicht.

An die abfahrenden Einsatzkräfte gewandt, betont Siebert: „Dies ist kein ungefährlicher Einsatz.“ Die Hilfeleistung vor Ort werde sicherlich körperlich und mental herausfordernd. „Es zeigt sich wieder einmal, wie wichtig gut ausgebildete und ausgerüstete Rettungskräfte für uns sind“, so der Landrat. Amtskollege Becker ergänzte: „Das Ausmaß der Unwetter ist erschreckend. Nur gemeinsam können wir diese Situation meistern“. Beide Landräte dankten den Einsatzkräften der DLRG für die Bereitschaft, Hilfe zu leisten, und wünschten den Helferinnen und Helfern alles Gute. (Sandra Kathe) *hna.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Marius Becker/dpa

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