Fraktionen stellen Donnerstag Antrag

Familienzentrum soll Geld für hauptamtlichen Mitarbeiter bekommen

Fritzlar. Die Belastung ist zu groß. Die Arbeit ist von den Ehrenamtlichen nicht mehr zu leisten. „Es muss etwas passieren", sagt Mona Uchtmann-Haubrich, Vorsitzende des Frauen- und Familienzentrums FaFritz.

Und es soll etwas passieren. Zumindest, wenn es nach SPD und CDU geht. In der Sitzung der Fritzlarer Stadtverordneten am Donnerstag (20 Uhr, Sitzungssaal des Rathauses) stellen die Fraktionen jeweils einen Antrag. Beide haben ein Ziel: Das FaFritz soll von der Stadt Fritzlar Geld erhalten, um eine Halbtagsstelle zu finanzieren.

Bis Mittwoch hat eine Verwaltungsmitarbeiterin die Arbeit der Einrichtung unterstützt. Ihre Tätigkeit endet jetzt. Sie kümmerte sich zwölf Stunden die Woche um Büroangelegenheiten. Bei der neuen Stelle soll der Verein selbst entscheiden, wie er das Geld einsetzt. Eine halbe Stelle ist ebenso denkbar wie mehrere kleine Stellen. Die CDU möchte die Förderung für fünf, die SPD mindestens für drei Jahre zusichern. „Der Verein braucht Planungssicherheit“, erklärt SPD-Fraktionsvorsitzender Martin Hannappel.

Für eine Übergangszeit hat der Verein zwei 450-Euro-Stellen geschaffen. Wie es ab dem 1. Januar weitergeht, wird der Vorstand des FaFritz entscheiden, kündigt Mona Uchtmann-Haubrich an. Der Verein möchte eine Familienbeauftragte einstellen. Sie soll sich um die Organisation der laufenden Angebote ebenso kümmern wie um die Vernetzung und die Treffen mit anderen Arbeitskreisen.

Weitere Aufgaben sind die Öffentlichkeitsarbeit und die Weiterentwicklung des Familienzentrums. „Damit würde die Arbeit des Familienzentrums aufgewertet“, ist sich Uchtmann-Haubrich sicher. Die angepeilten 20 Stunden pro Woche decken ihrer Meinung nach aber nicht den Bedarf. „Nötig wäre eine Vollzeitstelle“, erklärt sie.

Auch CDU und SPD sehen den Bedarf. „Das alles geht auf ehrenamtlicher Basis nicht mehr“, verdeutlicht Hannappel. Es gebe immer mehr Familien, die das FaFritz als Anlaufstelle benötigen. „Schöner wäre eine ganze Stelle“, sagt daher CDU-Fraktionsvorsitzender Dr. Hans-Gerhard Heil und schränkt sogleich ein: „Aber wir müssen vernünftig haushalten.“ Denn auch wenn das FaFritz etwas Besonderes sei, müsse die Balance zwischen der Unterstützung für das Familienzentrum und anderen Vereinen gehalten werden. „Wir haben viele andere Vereine, die auch gefördert werden. Aber dieser Verein hat mit seinem sozialen Profil ein Alleinstellungsmerkmal“, betont Hannappel.

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