Freisprechung an der Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Schule

Freisprechung
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Stolz auf den Abschluss: Die neuen Gesellen mit den Mitgliedern des Prüfungsausschusses

16 Tischler und eine Tischlerin erhielten ihre Gesellenbriefe

Drei Jahre lang haben 17 junge Leute in ihren Ausbildungsbetrieben gearbeitet und gelernt, dazu noch in der Berufsschule ihr Wissen vertieft, jetzt haben sie den Lohn ihrer Arbeit in Form der Gesellenbriefe erhalten, die von Innungsmeister Jens Günther, vom Vorsitzenden des Prüfungsausschusses Frank Theis und Fachlehrer Matthias Rohwer überreicht wurden. „Sie alle haben eine lange und intensive Ausbildung hinter sich und mit dem Gesellenbrief eine sichere Basis für ihr weiteres Leben geschaffen. Nutzen und vermehren sie ihr Wissen“, so Jens Günther, Obermeister der Tischlerinnung Schwalm-Eder aus Guxhagen bei der Ansprache. „Mit diesen Ausstellungsstücken zeigen sie ihre Vielseitigkeit und Kreativität des Tischlerberufs. Sie sind die Macher von morgen“. In seiner Ansprache dankte Günther auch der Berufsschule und dem Prüfungsausschuss. Der hatte keine leichte Aufgabe, die wunderschönen Gesellenstücke zu beurteilen und eine Rangliste zu erstellen.

Freisprechung an der Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Schule

Überreichten die Gesellenbriefe: Innungsmeister Jens Günther, Fachlehrer Matthias Rohwer und Vorsitzender des Prüfungsausschusses Frank Theis
Überreichten die Gesellenbriefe: Innungsmeister Jens Günther, Fachlehrer Matthias Rohwer und Vorsitzender des Prüfungsausschusses Frank Theis  © Peter Zerhau
Die drei Besten: Nick Lenz, Isabell Diele und Ingo Schäfer
Die drei Besten: Nick Lenz, Isabell Diele und Ingo Schäfer © Peter Zerhau
Freisprechung an der Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Schule
Freisprechung an der Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Schule © Peter Zerhau
Freisprechung an der Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Schule
Freisprechung an der Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Schule © Peter Zerhau
Freisprechung an der Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Schule
Freisprechung an der Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Schule © Peter Zerhau
Freisprechung an der Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Schule
Freisprechung an der Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Schule © Peter Zerhau
Als einzige Frau unter den 16 Männern startete Isabell Diele aus Kassel vor drei Jahren ihre Ausbildung in der Tischlerei Prenzel im Fritzlarer Stadtteil Züschen
Isabell Diele © Peter Zerhau
Freisprechung an der Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Schule
Freisprechung an der Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Schule © Peter Zerhau
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Stolz auf den Abschluss: Die neuen Gesellen mit den Mitgliedern des Prüfungsausschusses © Peter Zerhau

Wie der Innungsmeister sagte, wurde für das Gesamtergebnis die Prüfung aus Theorie und Praxis addiert, die besten Gesellenstücke wurden nach handwerklichen Kriterien bewertet. Dazu wurde in einem Gestaltungswettbewerb auch die gute Form mit Blick auf Formensprache, Material, Gebrauchsfähigkeit und schöpferische Idee bewertet. Hier stellte Levi Lauffer die beste Arbeit in Form eines Schreibtisches vor. Den zweiten Platz belegte Felix Biesel mit seinem Weinständer, gefolgt von Yannik Woldetsadik mit seiner Stehleuchte.

Isabell Diele

Als einzige Frau unter den 16 Männern startete Isabell Diele aus Kassel vor drei Jahren ihre Ausbildung in der Tischlerei Prenzel im Fritzlarer Stadtteil Züschen. Die junge Frau, die aus dem Borkener Stadtteil Kerstenhausen stammt, hatte sich von Beginn an für die Verarbeitung von Holz entschieden und war stolz, ihren Lieblingsausbildungsberuf bekommen zu haben. Sie war die Einzelkämpferin in der Klasse und wurde voll akzeptiert. „Ich habe den Schritt nie bereut und freue mich auf die Zukunft als Tischlergesellin“, sagt sie nach der Freisprechung. Dazu belegte sie im Gesamtergebnis aller Gesellen einen hervorragenden zweiten Platz und bei den Gesellenstücken einen guten fünften Platz. Nur zwei Tage hatte die junge Frau Zeit, sich vom Prüfungserfolg auszuruhen, denn schon am darauffolgenden Montag trat sie ihre neue Stelle im neuen Betrieb in Kassel an.

Nachfolgend das Gesamtergebnis der Prüfung, in den Klammern die Ausbildungsbetriebe.

Ingo Schäfer (Extern), Isabell Diele (Marko Prenzel), Nick Lenz (Pfaar GmbH), Levi Lauffer (Karsten Paul), Felix Biesel (Jens Günther), Nils Imming (Jörg Herwig), Feda Kazemi (Ehring Kindermöbel), Nils Ringelband (Ehring Kindermöbel), Felix Draude (Extern), Pascal Völker (Erich Möller), Yannik Woldetsadik (Tischlergemeinschaft Frank Kellner), Jamie King (Eckhardt und Schönhut), Sebastian Strate (Glas Herwig), Tim Hagedorn (Norbert Thomas), Steffen Wehlert (Jürgen Draude), Justin Herwig (Ehring Kindermöbel), Dominik Grimm (Armin Stock).

Tischler – Handwerker und Künstler zugleich

Der Beruf des Tischlers ist ein anerkannter Ausbildungsberuf und erfordert eine dreijährige Ausbildung. Lernorte sind der Ausbildungsbetrieb sowie die Berufsschule. Der Beruf des Tischlers ist sehr vielseitig, bei dem unter anderem Schränke, Tische, Stühle in verschiedenen Ausführungen, sowie Fenster und Türen hergestellt werden. Dazu kommen auch Innenausbauten für Messe- und Ladeneinrichtungen meist in Einzelanfertigung.

Die Fachbetriebe der Region

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Zum Berufsbild gehören auch Kundenberatung und Präsentation von Einrichtungslösungen mittels Skizzen oder Computerentwürfen. Im Anschluss werden nach der Auftragserteilung verschiedene Holz und Holzwerkstoffe verarbeitet, zum Teil auch mit computergesteuerten Techniken. Sägen, hobeln, schleifen, Furnierarbeiten und Behandeln von Oberflächen gehört ebenso zu den Arbeiten des Tischlers. Auch auf Baustellen ist der Tischler im Einsatz, wo Fenster, Türen und Treppen eingesetzt werden. Und in Wohn- und Bürogebäuden werden Holzfußböden verlegt, Raumteiler und Wandverkleidungen eingebaut, Einbaumöbel montiert. Auch werden beschädigte Möbel repariert oder Musterstücke gestaltet.

Einsatzorte

Tischler arbeiten hautsächlich in Werkstätte und Werkhallen, etwa in Lackierereien und Maschinenräumen, in Lagerräumen, auf Baustellen, vor Ort beim Kunden, aber auch im Büro.

Eine bestimmte Schulbildung ist nicht vorgeschrieben, die Betriebe stellen überwiegend Auszubildende mit mittlerem Bildungsabschluss ein.

Darauf kommt es an

Auf Sorgfalt beim Einhalten von Maßen und Toleranzen beim Anfertigen von Holzbauteilen, handwerkliches Geschick beim Anbringen und Verzahnen von Zinken und Zapfen an Holzteilen, Umsicht bei der Arbeit mit Kreis- und Bandsägen, Kreativität und Sinn für Ästhetik beim Entwerfen von Innenausbauten und Einrichtungsgegenständen sowie Kunden- und Serviceorientierung bei der Kundenberatung.

Schulfächer

Für die Berechnung von Werkstückabmaßen, Materialkosten und -bedarf sowie bei Flächen- und Kostenberechnungen ist Mathematik sehr wichtig. Dazu sind gute Kenntnisse in Physik und Chemie bei der Auswahl von Auswahl und Verarbeitung von Materialien sowie Werken und Technik für die Handhabung von Werkzeugen, Kleinmaschinen und Material sowie technisches Zeichen erforderlich.

Verdienstmöglichkeiten

Ein Tischler kommt im 1. Ausbildungsjahr 600 Euro, im 2. Ausbildungsjahr 700 Euro und im 3. Ausbildungsjahr 800 Euro.

Ausbildungskosten

Die Ausbildung im Betrieb ist für die Auszubildenden kostenfrei. Gegebenenfalls entstehen Kosten, z.B. für Lernmittel, Berufskleidung, Fahrten zur Ausbildungsstätte oder für auswärtige Unterbringung.

Förderungsmöglichkeiten

Unter bestimmten Bedingungen können Auszubildende Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) erhalten. Informationen bei der Bundesagentur für Arbeit.

Im Schwalm-Eder-Kreis haben wir 83 Innungsmitglieder in den Tischlerinnungen Schwalm-Eder (FH+MEG) und Ziegenhain. Hier erlernen zurzeit 76 Auszubildende den Beruf des Tischlers.

Von Peter Zerhau

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