Eckhart Schenk am 20. Dezember im Hardehäuser Hof

Auf den Gipfeln ist er frei: Fritzlarer Bergsteiger teilt Erlebnisse in Vorträgen

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Der Vulkan Cotopaxi in Ecuador. Auch ihn bestieg Eckart Schenk schon. 

Eckhart Schenk aus Fritzlar ist begeisterter Bergsteiger. Um von oben auf die Welt zu schauen, wandert er von Gipfel zu Gipfel. Regelmäßig bietet er Vorträge an. 

Wie es sich anfühlt, auf einem mehr als 6000 Meter hohen Gipfel zu stehen, das ist für Eckhart Schenk aus Fritzlar gar nicht so einfach zu beschreiben. Er hält inne, zuckt die Schultern und antwortet dann mit einem Lächeln: „Einfach wunderbar.“

Schenk ist 69 Jahre alt und hat zahlreiche Gebirge auf der ganzen Welt bewandert. In Bildvorträgen lässt er andere Wanderbegeisterte in seine Reisen eintauchen. Als nächstes nimmt er die Besucher am Freitag, 20. Dezember, mit in die Vulkanlandschaft Ecuadors.

Ecuador-Reise ist eines der Themen bei Vorträgen

Vereiste Krater überquerten Schenk und seiner Wandergruppe auf dem Weg auf den 6310 Meter hohen Chimborazo. Außerdem bestieg er den knapp 5900 Meter hohen Cotopaxi sowie zahlreiche weitere Vulkane. Die Ecuador-Reise von 2014 ist eines von acht Themen aus Schenks Vortragsreihe.

Eckhart Schenk, Wanderer

Doch es sind nicht nur die imposanten Berglandschaften, die den Fritzlarer seit Jahrzehnten faszinieren. „Mich begeistern vor allem auch die Menschen vor Ort.“ In Nepal und Peru beispielsweise seien die Einwohner viel bescheidener, hätten ganz andere Probleme als viele Deutsche. Auch in seinen Fotos spiegeln sich Schenks Gedanken wider. Neben gewaltigen Naturaufnahmen zeigt der 69-Jährige immer wieder lachende Gesichter, alltägliche Situationen – das Leben der Menschen eben.

Kilimandscharo, Mont Blanc, Matternhorn 

Die bescheidenen Personen, die ihm auf seinen Touren begegnen, scheinen Schenk beeinflusst zu haben. Denn obwohl er allen Grund dazu hätte, prahlt er mit seinen Abenteuern in keiner Weise. Fast nebenbei erwähnt er seine bisherigen Gipfeleroberungen. Der Kilimandscharo, der Mont Blanc, das Matterhorn – sie alle und noch viel mehr hat der leidenschaftliche Bergsteiger bezwungen.

„Aber auch der Himalaya ist besonders beeindruckend“, sagt er. Wäre er jünger, stände auch der Gipfel des Mount Everest zur Debatte. So sei Schenk aber „nur“ mal bis zu einem der Base Camps aufgestiegen. Obwohl der Rucksack und die Wanderschuhe längst ein Teil des Fritzlarers geworden sind, sei er vor jeder Tour immer noch etwas aufgeregt. Trotzdem sei er sich sicher: „Angst ist immer ein schlechter Ratgeber.“ Vorsicht und Konzentration seien die besseren und zwingend notwendigen Wegbegleiter. „Es gibt schließlich Stellen am Berg, an denen man auf allen Vieren über einen Grat kraxeln muss.“ Dann sei man ganz bei sich. Frei sozusagen.

Bergsteigen aufzugeben, ist für Schenk unvorstellbar

2020 feiert Schenk seinen 70. Geburtstag. Seine abenteurliche und anstrengende Leidenschaft aufzugeben, sei für ihn undenkbar. „Klar, man muss seine Touren schon ans Alter anpassen.“ So plane er mittlerweile schon mal eine Zwischenübernachtung ein, wenn er – wie jedes Jahr – auf die Zugspitze klettert. Zudem habe Schenk noch viele Traumziele auf seiner Liste. Schon jetzt stehe fest: „Im nächsten Jahr geht es in den Kaukasus.“

Fotos und Informationen zu den Reisen von Eckard Schenk gibt es auf seiner Homepage.

Der Vortrag beginnt am Freitag, 20. Dezember, um 19.30 Uhr im Hardehäuser Hof Fritzlar. Einlass ist um 19 Uhr. Der Eintritt kostet neun Euro.

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