Mit der Stärke einer Löwin

Im Lions-Club: 69-jährige Fritzlarerin ist Distrikt-Governor

+
Setzt sich noch lange nicht zur Ruhe: Gerlinde Brandstetter aus Fritzlar ist seit vielen Jahren im Lions-Club tätig. Seit Juli ist sie Governor im Distrikt 111 Mitte-Nord.

Aktiv im Ruhestand: Mit 69 Jahren startet Gerlinde Brandstetter aus Fritzlar noch einmal so richtig durch. Seit Juli ist sie Governor im Distrikt 111 Mitte-Nord des Lions-Club.

Als größte Nicht-Regierungsorganisation sind die Lions-Clubs auf der ganzen Welt vertreten. 750 Governor sind für die Koordination und den Austausch miteinander zuständig. Im Fokus stehen Programme für die Umwelt, die Gesundheit der Menschen, das Wohlergehen von Kindern – es sind gewaltige Themen.

„Am wichtigsten ist trotzdem die kleinste Ebene, also die einzelnen Clubs vor Ort“, betont Brandstetter. Denn diese sorgen für Spenden, stellen den Kontakt zu den Menschen her. Ob auf Adventsmärkten oder Benefizkonzerten – Möglichkeiten gibt es viele.

Sie war schon Gründungsmitglied

Brandstetter ist bereits seit Jahrzehnten mit dem Lions-Club verwurzelt. Vor 21 Jahren war die gebürtige Baden-Württembergerin Gründungsmitglied des Clubs Schwalm-Eder-Borken. 

„Anfangs hatte ich nur eine diffuse Vorstellung davon, was der Lions-Club überhaupt macht“, sagt sie. Doch die Tatsache, aktiv Gutes zu tun und „nicht nur Schecks zu zücken“, hat Brandstetter damals überzeugt.

Schon in jungen Jahren hat sie durch ihr Germanistik- und Romanistikstudium und ihre Tätigkeit als Stewardess viel von der Welt kennengelernt. Das kommt ihr nun als Governor zugute. „Der Lions-Club lebt Völkerverständigung. 

Es ist alles multikulti bei uns“, so Brandstetter. Die Clubs gibt es in mehr als 200 Ländern. Allein 52 000 Mitglieder engagieren sich ehrenamtlich in Deutschland. Der hessische Distrikt 111 Mitte-Nord ist bundesweit der größte.

Die Mitglieder stärken

Ein Jahr lang wird die Fritzlarerin nun ihre Funktion als Governor ausüben. In dieser Zeit wird sie unter anderem Zeit beim Europaforum in Talin und bei den Partnerdistrikten in Paris verbringen. 

Ihr Ziel hat sie dabei deutlich vor Augen: „Ich möchte die bestehenden Programme fortsetzen und neue Themen wie beispielsweise den Kampf gegen Diabetes bekannter machen.“ Mit Seminaren will Brandstetter die Mitglieder stärken und vor allem den Nachwuchsmangel in den Griff bekommen.

Was nach der Zeit als Governor passiert, weiß Brandstetter jetzt noch nicht. Mit Füße hochlegen wird all das jedenfalls wieder nichts zu tun haben. „Ich reise gern, fahre gern Rad oder verwöhne meine Gäste mit Kochrezepten.“ Und den Lions-Club wird sie, solange es geht, vermutlich auch dann nicht aufgeben.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.