Launige Begegnungen und zahlreiche Anekdoten

HNA-Mobil zu Besuch in Fritzlar: Leser haben viel zu erzählen

Fühlen sich in Fritzlar wohl: Rita und Hans Mittelstädt zogen vor fünf Jahren aus dem Rheinland in die Domstadt. Seitdem gehört die HNA für sie zum Alltag.
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Fühlen sich in Fritzlar wohl: Rita und Hans Mittelstädt zogen vor fünf Jahren aus dem Rheinland in die Domstadt. Seitdem gehört die HNA für sie zum Alltag.

Das HNA-Mobil hat Halt am Fritzlarer Marktplatz gemacht. Viele Besucher kamen mit konkreten Anliegen an den Stand, aber auch weil sie neugierig auf Geschenke waren.

Die Einen kamen, um locker zu plaudern, die Anderen, weil sie neugierig auf Geschenke waren, die Dritten, weil sie interessante Themen im Gepäck hatten. Die Gespräche am HNA-Mobil, das am Mittwoch, 9. September, am Fritzlarer Marktplatz Halt machte, drehten sich um viele Aspekte aus dem Altkreis Fritzlar-Homberg. Eines aber verband die meisten: die langjährige Treue zu ihrer Zeitung.

Interessierter Leser: Antonio Albano aus Borken kann sich einen Morgen ohne Zeitung nicht vorstellen.

Jahrzehnte lang Abonnent ist beispielsweise Antonio Albano aus Borken, der als erster Leser am frühen Morgen bei den Redakteurinnen Claudia Brandau und Daria Neu vorbeischaute. „Ein Tag ohne die HNA ist für mich ein verlorener Tag“, sagte der Borkener, der auf die Frage nach seinem Alter ganz nebenbei gestand: „Ich feiere heute meinen 79. Geburtstag.“

Am Stand der HNA: Peter und Ute Rzitha schätzen vor allen Dingen den Sportteil und das Rätsel in der Zeitung.

Auch für Ute und Peter Rzitha aus Fritzlar gehören zu einem guten Frühstück eine Tasse Kaffee und die Tageszeitung. „Am meisten freue ich mich immer auf das Rätsel“, sagte die Fritzlarerin. Für ihren Mann Peter dagegen ist der Sportteil am wichtigsten. Das Ehepaar schätzt vor allem, dass in der HNA der Lokaltstoff zuerst zu lesen ist.

HNA-Mobil in Fritzlar: Anekdoten und Themenvorschläge

Das gilt auch für Rita und Hans Mittelstädt. Das Paar zog vor fünf Jahren aus dem Rheinland in die Domstadt und fand schnell Anschluss. „Wir werden deswegen auch als die Weltmeister der Integration bezeichnet“, erzählten sie und lachten. Die HNA sorgte in der ersten Zeit für Orientierung und ist jetzt fester Bestandteil des Alltags.

Auch Norbert Schütz begleitet die Zeitung täglich – und zwar nicht nur morgens am Frühstückstisch. „Ich habe sie den ganzen Tag dabei und lese sie gerne auf einer Bank in der Sonne, wenn ich gerade Zeit habe.“ Zum Beweis hielt er ein zusammengefaltetes Exemplar hoch.

Aber es ging längst nicht nur um die Zeitung. Gerhard Raue zum Beispiel erzählte interessante Anekdoten aus seiner Kindheit mit zehn Geschwistern. Er fuhr als Junge mit dem Zug von Mandern nach Fritzlar, um zehn Mark von der Bank zu holen und damit Brot und Wurst einzukaufen. Zuhause freuten sich sieben Brüder und drei Schwestern aufs Essen. Nicht mit der Zeitung, aber mit dem Katalog eines bekannten Berufsbekleidungsherstellers kam gut gelaunt Florian Schaumlöffel samt Spießbratenbrötchen um die Ecke. Für den Katalog hatte er eine gute Erklärung: „Engelbert Strauss ist das Dolce und Gabbana des Dorfes.“

Und selbst wer weder Anekdote noch Themenvorschlag dabei hatte, ging nicht leer aus. Blöcke und Desinfektionsmittel fanden reißenden Absatz.

HNA-Mobil auf dem Marktplatz: Fritzlarer äußerten konkrete Anliegen

Neben viel Lob und Plauderei gab es aber auch ganz konkrete Anliegen. Berthold und Anne Breier aus Fritzlar wünschen sich deutlich mehr Sportberichte aus dem Schwalm-Eder-Kreis statt überregionaler oder gar weltweiter Artikel.

Einen konkreten Vorschlag brachte auch Reinhard Tausch mit. Der Fritzlarer bemängelt das Radwegenetz in der Region, das seiner Ansicht nach unzureichend ausgebaut sei. Außerdem ist er der Meinung, man müsse sich mehr um die Sauberkeit in der Stadt bemühen. Zwischen Pflastersteinen wachse oft Unkraut. „Das alles wäre doch mit verhältnismäßig wenig Aufwand in den Griff zu bekommen.“ Das Thema Sauberkeit beschäftigte auch ein Ehepaar aus der Kreisstadt. Gerade in der Homberger Altstadt liege viel Unrat auf den Straßen. Mit diesem Thema solle sich die HNA auseinandersetzen.

Technische Hilfe: Karl-Heinz Martin ließ sich von Daria Neu zeigen, wie er schnell Zugang zum E-Paper bekommt.

Mit einem Problem kam Karl-Heinz Martin, der früher in Kleinenglis wohnte und heute in Reinhardshausen lebt, zu den Redakteurinnen. Er hatte sein Tablet mitgebracht. „Können Sie mir mal zeigen, wie ich in das E-Paper komme?“, so seine Frage. Mit wenigen Klicks konnte das Problem behoben werden und Martin surfte begeistert durch viele Ausgaben der HNA. Gute Resonanzen gab es auf die Wiedereröffnung der Fritzlarer Redaktion, die seit einigen Monaten wieder feste Anlaufstelle für viele Leser geworden ist.

Denn seit dem Umzug der HNA an den Homberger Standort, so befürchteten viele Fritzlarer, käme die Berichterstattung rund um die Domstadt im Vergleich zur Kreisstadt zu kurz. Fritzlar sei nicht umsonst ein stark gefragtes Mittelzentrum, sagte Brunhilde Klagholz. „Wir waren die ersten, die eine Fußgängerzone eingerichtet haben, davon profitieren alle Menschen aus der Region.“

Das HNA-Mobil ist den September über im Kreisteil unterwegs.

Von Claudia Brandau Und Daria Neu

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