Blick nach vorn richten

100 Jahre SPD in Fritzlar: Thorsten Schäfer-Gümbel zu Besuch 

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Feiern 100 Jahre SPD: vorne von unten nach oben: Michael Kreutzmann, Karin Kreutzmann, Gerlinde Draude, Tracy Risch, Carina Jäger, Günter Rudolph, hinten von unten nach oben Jürgen Relke, Winfried Becker, Tobias Goldmann, Mario Jung.

Vor rund 100 Besuchern  eröffnete Tobias Goldmann, Ortsvereinsvorsitzender der Fritzlarer SPD, mit seiner Begrüßung die Feier zum 100. Geburtstag der Sozialdemokraten am vergangenen Wochenende.

Die Entwicklung der Partei von der Gründung bis heute stellten Karin Kreutzmann und Jürgen Relke dar. Erstmalig wurde die Fritzlarer SPD im Dezember 2018 als Organisation erwähnt und wurde dann als Partei im darauffolgenden Jahr gegründet. Mit Dokumenten und Fotos wurde die Geschichte der Fritzlarer Sozialdemokraten wieder lebendig.

Auch gemeinsame Erfolge sowie das Ankurbeln von Projekten wie etwa die Solaranlage im Schwimmbad, die Ferienspiele und die Erweiterung des Hospitals zum Heiligen Geist sowie der autofreie Marktplatz gehörten in der Parteigeschichte zu den Höhepunkten, die in dem Vortrag dargestellt wurden. Zu Besuch war der Landesvorsitzende der SPD, Thorsten Schäfer-Gümbel, zugleich auch kommissarischer Bundesvorsitzender. Er ging auf die wesentlichen Inhalte der Partei, nämlich Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität, ein. Er erwähnte dabei, dass diese drei Grundwerte immer in einer Beziehung zueinander stehen und miteinander verknüpft sein müssen und sagte: „Das unterscheidet uns von anderen Parteien und man muss Mut und die Kraft haben, eigene Positionen zu entwickeln.“

Schäfer-Gümbel forderte dazu auf, nicht zu oft nach hinten in die Vergangenheit zu schauen, sondern den Weg nach vorn in die Zukunft mit Visionen und Ideen frei zu machen und auch zu gehen, Antworten zu finden und auf dieser Reise Menschen zu begeistern und mitzunehmen.

Die Geehrten Otto Zinn, Helmut Zinn, Fritz Richter, Hans-Joachim Engewald, Jan Schlotthauer, Tobias Goldmann mit ganz links Thorsten Schäfer-Gümbel.

Dazu nannte er einige Schwerpunkte, die zu bewältigen seien, beispielsweise die Digitalisierung. Zum Thema Ungleichheiten rief er dazu auf, diese zu beseitigen und nannte als Beispiel das Gehalt eines Vorstandes, der 500-mal so viel verdient wie ein Arbeiter im gleichen Betrieb. Er erinnerte zudem an wichtige Grundwerte, für welche die SPD stehe.

Der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Landtagsfraktion, Günter Rudolph, und Landrat Winfried Becker betonten bei ihren Grußworten und Geburtstagsglückwünschen, dass Kommunalpolitik und Ehrenamt ein unverzichtbarer Teil der Parteiarbeit seien und dass man Haltung und einen geraden Rücken zeigen müsse bei Versuchen, die Demokratie anzugreifen.

Geehrt wurden für 60 Jahre Parteizugehörigkeit: die Brüder Helmut und Otto Zinn, für 50 Jahre Fritz Richter und Jan Schlotthauer sowie für 40 Jahre Hans-Joachim Engewald. Eine weitere Ehrung wurde Karl Heinz Ernst zuteil, der zum Ehrenfraktionsvorsitzenden ernannt wurde.

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