Sie erkennt die edlen Tropfen

29-jährige Fritzlarerin wird Wein- und Genussberaterin

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Erkennt die feinen Unterschiede zwischen den Weinen: Giorgia Kàrolyi aus Fritzlar ist bald ausgebildete Wein- und Genussberaterin. 

Gekonnt schüttet sie zuerst einen Schluck ins Glas, es folgt ein kritischer Blick gegen das Licht, dann wird geschwenkt. Anschließend nimmt Giorgia Kàrolyi den Geruch auf, zum Schluss probiert sie.

 Im Sommer wartet noch eine letzte Prüfung auf die 29-jährige Fritzlarerin – dann ist sie Wein- und Genussberaterin. Schon jetzt arbeitet sie in der Weinstiege von Andreas Terstiege am Marktplatz. Uns hat sie erzählt, warum das edle Getränk ihre absolute Leidenschaft ist.

„Genuss spielt für mich und in meiner Familie schon immer eine große Rolle“, erklärt die junge Frau, die italienische Wurzeln hat. Für qualitativ hochwertigen Wein hatte sie schon vor ihrem Fernstudium etwas übrig. 

Damals arbeitete sie noch als Drogistin. „Ich hatte irgendwann das Gefühl, ich möchte einfach noch mal etwas anderes machen“, sagt die 29-Jährige. 

Neben dem theoretischen Wissen, was sie sich in ihrem Studium aneignet, sammelt Kàrolyi schon seit dem vergangenen Jahr Erfahrungen bei ihrem Chef und Sommelier Terstiege. Sie berät Kunden, bietet Weinproben an und entwickelt neue Veranstaltungen mit.

Sie kennt sich bestens aus

Ob die Fritzlarerin selbst lieber Rot- oder Weißwein mag, könne sie gar nicht so genau festlegen. „Das kommt auch immer auf die Situation und die Stimmung an.“ 

Fest steht: In Sachen Rebsorten, Geschmacksnuancen und Anbau kennt sie sich ganz genau aus. Testet sie einen Wein blind, kommt es nur ganz selten vor, dass sie ihn nicht zuordnen kann.

Qualität und Genuss – das heiße auch, den Wein nur in geringen Mengen zu trinken, sagt Kàrolyi. „Es ist ein ganz bewusstes Genießen.“ 

Dass sie in ihrem beruflichen Alltag also regelmäßig mit Alkohol in Kontakt kommt, halte sie deswegen nicht für eine zusätzliche Gefahr. „Natürlich muss man beim Konsum von Alkohol immer aufpassen, aber das muss man auch in der Freizeit.“

Der Genuss zählt

Auch bei den Weinproben für die Kunden gehe es nicht primär darum, viel Alkohol zu trinken. Auch hierbei zähle der Geschmack, das Bewusste, der Genuss eben. 

„Man kann ja auch von jedem Glas nur ein Schlückchen probieren“, erklärt sie. Zur Not dürfe man sogar ausspucken.

Natürlich, sagt Kàrolyi, sei sie mittlerweile auch die teuren Weine gewohnt. Wie sieht es da privat aus – je teurer, desto besser? „Ach, bei einem Mädelsabend geht das auch gern schon mal anders“, sagt sie und lacht. 

Insgesamt hätten aber auch viele ihrer Freunde großes Interesse an ihrem Hobby, das sie spätestens im Sommer nun zu ihrem Beruf macht.

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