Ein Abend mit Glanzpunkten

Adventskonzert der Ursulinenschule im Fritzlarer Dom

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Begeisterten das Publikum im Fritzlarer Dom: Beim Adventskonzert der Ursulinenschule traten Schulchor, Orchester und Gitarren-AG gemeinsam auf. 

Wenn man heutzutage Jugendliche fragen würde, was cooler ist, eine Violine oder eine Playstation, dann könnte man sein Auto darauf wetten, wie die Antwort ausfallen würde.

Ähnlich würde das Votum wohl lauten, wenn es um die Musik geht – Ariana Grande oder Johann Sebastian Bach? Und doch ist es beim Adventskonzert der Ursulinenschule im Fritzlarer Dom gelungen, Schüler für klassisch-traditionelle Klänge zu begeistern. Das Ergebnis: exzellent.

Geleitet werden der Schulchor, das Orchester und die Gitarren-AG der Gesamtschule mit katholisch geprägtem Hintergrund von Eva-Maria Heupts, Barbara Kupfer-Baumert und Ornela Dukic. Die Ursulinenschule ist nicht als Schule mit Schwerpunkt Musik zertifiziert. Umso erstaunlicher war das Spielniveau und die Begeisterung der Protagonisten.

Die Mischung macht's

Die hohe Kunst der Identifikation besteht in der Auswahl der Musikstücke und der Fähigkeit, den kreativen Geist längst vergangener Epochen in aktuelle Einsatzbereitschaft und Interessen zu transponieren. 

Über- und Unterforderung der Musizierenden beim Schwierigkeitsgrad der Werke müssen ständig beobachtet werden, um im Resultat einen Klangkörper zu gestalten, der nicht nur aus Sympathie und familiärer Solidarität für die Mitwirkenden akzeptiert wird. 

Dieses Unterfangen gelang den dirigierenden Fachkräften bei der Zusammenstellung des Programms für das Konzert durchgehend hervorragend – bei einigen der präsentierten Kompositionen sogar herausragend gut.

Von Bach bis Weichnachts-Medley

Das Brandenburgische Konzert Nr. 5 (J. S. Bach), der Spiritual „Go Tell It on the Mountain“ und das mit opulentem Filmmusik-Flair präsentierte „A Holst Christmas“ (G. Holst) wurden mit offensiv gestalteter Dynamik und viel Selbstbewusstsein präsentiert. Hinzu kamen das klangmächtige Orgel-Hauptwerk „Festive Trumpet Tune“ (D. German), gespielt von Bastian Freudenstein, und ein schnuckeliges Best of - Weihnachtsmedley der Gitarren-Schüler.

Tatjana Hoch am Piano und die Flötisten Alena Größel und Maya Knaust setzten weitere Glanzpunkte in einem Konzert, das von dem Publikum zum Abschluss mit stehenden Ovationen im Dom belohnt wurde. Wenn die Teilnahme an schulischen Kreativangeboten für viele auch nur eine kleine Episode in ihrem Leben sein wird, ist diese jedoch eine der wichtigsten.

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