Den Ärmeren eine Hilfe sein

Fritzlarer Kleiderkammer sucht nach Neustart Unterstützer

Legen in der FaFritz-Kinderkleiderkammer viel Wert auf Hygiene: Alexandra Haupt (vorn) und Mona Uchtmann-Haubrich. 
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Legen in der FaFritz-Kinderkleiderkammer viel Wert auf Hygiene: Alexandra Haupt (vorn) und Mona Uchtmann-Haubrich. 

Die Kleiderkammer in Fritzlar bereitet sich darauaf vor, nach der coronakrise neu zu eröffnen. Dafür suchen sie noch helfende Hände. 

Mona Uchtmann-Haubrich lacht, obwohl es eigentlich nichts zu lachen gibt. „Die Farbe will einfach nicht halten“, schimpft sie nach ihrem x-ten Versuch, alle anderthalb Meter einen Markierungsstreifen auf dem Asphalt rund um das Fritzlarer Frauen- und Familienzentrum (FaFritz) anzubringen.

Es will einfach nicht alles klappen während der Vorbereitungen zur Wiedereröffnung der Kinderkleiderkammer nach Corona, doch sie nimmt es mit Humor. „Vieles ist chaotisch, aber das meiste haben wir schon geschafft“, sagt sie. Dabei erklärt sie die Wegführung, die ab sofort nötig ist, um Kunden unter Wahrung der Sicherheitsabstände durch die Kleiderkammer zu lotsen.

FaFritz: Mitarbeiterinnen auf Schutzmaßnahmen vorbereitet

Die großen Schilder, die über die neuen Corona-Regeln informieren, sind bereits gut sichtbar angebracht, so könne sich jeder während der Wartezeit damit auseinandersetzen, sagt die FaFritz-Vorsitzende Je nach dem, wie viele Mitarbeiterinnen da sind, dürfen laut Uchtmann-Haubrich noch ein, maximal zwei Kunden in die Kammer, und das nie ohne den Handdesinfektionsspender am Eingang bedient zu haben, darauf legt sie wert.

„Unsere fleißigen Damen, die sich um die Kunden kümmern, sollen sich ja auch gut geschützt fühlen“, sagt sie und zeigt die von einem Teammitglied genähten Stoffmasken, die bereitliegen, falls ein Kunde seine mal zuhause vergessen hat.

Fürs Team geht es noch einen Schritt weiter, hier stehen Gesichtsvisiere bereit, die fein säuberlich mit Namen versehen an Kleiderbügeln baumeln und gemeinsam mit Einmalhandschuhen auf ihren ersten Einsatz warten.

Kleiderkammer Fritzlar: Angebot für einkommensschwache Familien

In den Kellerräumen, die bis unter die Decken vollgepackt sind mit Pullis, Hosen, Shirts und Jacken, wirkt alles gut vorbereitet und bis ins Kleinste durchdacht. „Anders geht es auch gar nicht“, erklärt Uchtmann-Haubrich und weist erneut auf die strengen Regeln hin. Neben Abstand und Desinfektion gilt auch: Maximal 20 Minuten darf man sich in der Kleiderkammer aufhalten.

Ob das alles so funktionieren wird, wie zig mal in der Theorie durchgesprochen, da ist auch FaFritz-Vize Alexandra Haupt gespannt: „Wir mussten an wirklich viel denken, aber den Faktor Mensch kann man im Vorfeld einfach nicht einkalkulieren.“

Das Wichtigste sei, nun endlich wieder zu öffnen. „Unser Angebot richtet sich an einkommensschwache Familien, und die sind von der Corona-Krise am bittersten getroffen, daher war unsere Priorität, sobald es geht, wieder zu öffnen.“ Dafür nehme man auch gern ein bisschen Chaos in Kauf, das sie im Sinne der guten Sache einfach kurzerhand weglachen.

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