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Allee in Fritzlar: Stadtverordnete einigen sich auf Variante für Sanierung

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Von: Daniel Seeger

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Der Radverkehr ist einer der maßgeblichen Konfliktpunkte beim Thema Allee-Sanierung.
Der Radverkehr ist einer der maßgeblichen Konfliktpunkte beim Thema Allee-Sanierung. © Daniel Seeger

Die Sanierung und Neugestaltung der Allee wird weitergehehen – wenn auch nicht ganz wie ursprünglich geplant.

Fritzlar – Das haben die Fritzlarer Stadtverordneten in ihrer Sitzung am Donnerstag mehrheitlich mit den Stimmen der Koalitionsfraktionen SPD, Grüne und Freie Wähler beschlossen. Vorausgegangen war ein Beschluss der Stadtverordneten vor der Sommerpause, der das beteiligte Planungsbüro dazu aufforderte, einige Änderungen am bisherigen Plan vorzunehmen. Unter anderem wollte man möglichst viele Bäume erhalten und versuchen, den Radweg, der durch den Park verlaufen soll, an die Straße zu verlegen.

Das Planungsbüro legte dem Parlament zwei Varianten vor. CDU und FDP stimmten für keine der Ideen. Sie seien beide „nicht gut genug“, sagte Fraktionsmitglied Michael Schär (CDU) in der Sitzung. Für die Koalition betonte Axel Jäger von den Grünen, dass die zweite vom Planungsbüro erstellte Variante viele Voraussetzungen erfülle, die vorab definiert wurden.

Alleepark und Radwege

Die nun beschlossene Variante kommt nicht ohne einen Radweg aus, der durch den Alleepark verläuft – einer der wesentlichen Kritikpunkte der Christdemokraten, die sich in der Vergangenheit für den Erhalt des Parks stark gemacht hatten und die Notwendigkeit der Radwege in der geplanten Form grundsätzlich in Frage gestellt hatten. Der nun geplante Radweg zerschneide den Park. „Die Aufenthaltsqualität verschlechtert sich“, sagte Schär.

Allerdings betont der Grüne Axel Jäger: „In der Bilanz gibt es keinen Flächenverlust für den Park.“ Alle gesunden großkronigen Bäume könnten nach der aktuellen Planung erhalten bleiben. Von den mittleren und kleineren Bäumen seien, so Jäger, nur zwei Kastanien betroffen, die bereits durch Krankheit vorgeschädigt seien.

Parkplätze

Bei der nun beschlossenen Variante werden 50 Parkplätze in einer neuen Anordnung entstehen. Während Axel Jäger von den Grünen betonte, dass die Parkplätze nach diesem Plan nun auch eine moderne Breite hätten, und die geringere Anzahl zu verkraften sei, kritisierte Michael Schär (CDU) den Wegfall von 14 Parkplätzen im Vergleich zum Status Quo.

Der CDU-Vertreter meldete außerdem Sicherheitsbedenken an, weil die Parkplätze im 90-Grad-Winkel zur Fahrbahn stehen. Jäger konterte damit, dass dies in vielen Großstädten absolut üblich sei – so auch in Kassel.

Bürgerbegehren

Erwartungsgemäß beschlossen die Parlamentarier einstimmig, dass das Bürgerbegehren „Nein zum Radweg durch den Allepark“ unzulässig ist. Grund dafür: Es sind nicht alle Kriterien für ein Bürgerbegehren erfüllt, die in der Hessischen Gemeindeordnung festgelegt sind (HNA berichtete).

SPD-Fraktionschef Ingo Knatz betonte in seiner Funktion als Vorsitzender des Haupt- und Finanzausschusses, dass die Stadtverordneten keinen Ermessensspielraum hätten. Das sahen auch die Vertreter der CDU so. Michael Schär sagte , dass vielen Fritzlarern die Unterschriftenlisten aus den Herzen gesprochen hätten. Die CDU habe mit ihrer Opposition zu den Allee-Plänen den 1533 Unterzeichnern eine Stimme gegeben. (Daniel Seeger)

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