Alleepark Fritzlar: Runder Tisch soll gegen Lärm helfen

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Sie wollen die Anwohner rund um die Allee zusammen mit der Stadt Fritzlar und der Polizei an einen Tisch bekommen: (von links) die Allee-Anwohner Jürgen Marquardt, Christel Marquardt, Dr. Friedhelm Siebert und Dr. Bärbel Siebert.

Fritzlar. Wegen des permanenten Lärms aus der Grünanlage an der Allee fordern Anwohner Hilfe von Stadt und Polizei.

Die einen wohnen seit mehr als 30 Jahren dort, die anderen seit fast drei. Beide haben eine gemeinsame Forderung: Die Ehepaare Siebert und Marquardt wollen, dass endlich etwas in der Allee passiert. Dass etwas gegen die permanente Ruhestörung, das Gedribbel, Gegröle und Gewummer im Allee-Park unternommen wird. Daher haben Dr. Bärbel Siebert und Christel Marquart am Montagabend 55 Briefe an die Anwohner vor und hinter der Stadtmauer verteilt. Sie fordern darin einen „Runden Tisch“ mit den Verantwortlichen der Stadt Fritzlar und der Polizei.

„Es ist ein kontinuierliches Problem“, sagt Dr. Friedhelm Siebert. Er lebt mit seiner Frau seit 1982 in der Allee. Seitdem komme es immer wieder zu Ruhestörungen. Hauptproblem sei der Parkplatz, wenn am Abend die Autos angerollt kommen, die Tür geöffnet und die Musik aufgedreht wird. Die Sieberts wollten schon auf ihre Kosten an der Einfahrt eine Schranke aufstellen lassen, um das Problem zu lösen. „Das zeigt, wie verzweifelt wir waren“, sagt Dr. Bärbel Siebert.

Die Marquardts wohnen im Nachbarhaus. Sie hören alles, was rund um das Basketball-Feld passiert. Jedes Mal, wenn jemand den Basketball prellt, hallt es zu den Marquardts rüber. „Ich kann dann nicht länger als fünf Minuten auf dem Balkon sitzen“, erklärt Jürgen Marquardt. Gespielt werde auf der Anlage permanent, selbst nachts um 0.30 Uhr holten einige den Ball raus. Der Lärm sei enorm. „Wir haben uns schon manchmal gefragt: Müssen wir hier wieder weg?“, berichtet Christel Marquardt.

Keinen Effekt

„Seit Jahren haben Betroffene versucht, mit Vorschlägen und Hinweisen die Stadt Fritzlar zum Handeln zu bringen“, heißt es in dem Brief, der der HNA vorliegt. Es habe zwar gut gemeinte Aktionen wie den Sicherheitsdienst gegeben. Diese hätten aber jedoch keinen Effekt gezeigt.

Nun der gemeinsame Anlauf der Anwohner. Christel Marquardt und Dr. Bärbel Siebert wollen alle Beteiligten an einen Tisch bringen, „um durch konstruktive Kritik“ dafür zu sorgen, dass die Anwohner tatsächlich in Ruhe wohnen und leben können. Wer bei dem Treffen dabei sein möchte, kann sich bis Freitag, 24. August, bei Siebert und Marquardt melden. Zusammen soll zeitnah ein Termin gefunden werden. Damit endlich etwas passiert. Die Stadt soll laut Christel Marquart nicht nur sagen, dass das Problem bekannt ist. „Die Stadt soll sagen: Wir machen was.“

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