Strafen drohen dann auch am Sonntag

Auch Parkplätze am "tegut" in Fritzlar sollen verschärft kontrolliert werden

Fritzlar. Nach dem Domstadtcenter sollen nun auch die Parkplätze beim "tegut" in Fritzlar verschärft kontrolliert werden. Auch an Sonn- und Feiertagen drohen dann Strafen. 

Der Hinweis „Kundenparkplatz“ wird in Fritzlars Innenstadt oft ignoriert. Immer wieder stellen Einwohner und Gäste ohne Einkaufsabsicht ihre Autos am „tegut“ oder am Domstadtcenter ab. Saftige Strafen sollen sie künftig von der schlechten Angewohnheit abbringen.

Die Grundstücksgesellschaft Schmidt-Dold engagierte zwecks Kontrolle fürs „Domstadtcenter“ die Firma „FairParken“. Das war vor einem Monat. Das „tegut“ will bald nachziehen.

„Wenn am Center überwacht wird, kommen bei Veranstaltungen in der Stadt wahrscheinlich noch mehr Fremdparker zu uns“, fürchtet man bei „tegut“. Besonders freitags und samstags spitze sich die Lage zu, etwa, wenn Händler des Flohmarktes in der Stadthalle über Stunden Stellplätze blockieren. Dem Lebensmittelmarkt liegen Prospekte einer Konkurrenzfirma von „FairParken“ vor, der Gesellschaft „Park & Control“. Sie vertreibt ihr Geschäftsmodell in Nordhessen intensiver und ist in Kassel vertreten.

Ein Bestandteil solcher Geschäftsmodelle lässt Fritzlars Bürgermeister Hartmut Spogat besorgt aufhorchen. Die Strafen werden auch außerhalb der Geschäftszeiten fällig, etwa an Sonn- und Feiertagen. Zwischen 20 und 50 Euro inklusive Nebenkosten betragen sie im Allgemeinen. Da es jenseits der Geschäftszeiten keine Kunden geben kann, droht dann jedem Parkenden die Strafe.

Bürgermeister hellhörig

„Meiner Erinnerung nach wurde im Zuge der Grundstücksverhandlungen damals vereinbart, dass die Parkplätze in beiden Fällen außerhalb der Öffnungszeiten öffentlich zur Verfügung stehen. Ich lasse das prüfen“, kommentiert der Rathauschef das Thema. Die Auswirkungen auf das Image der Domstadt als Reiseziel wären fatal, würden etwa Besuchern des Kaiserfestes oder von Advent in den Höfen reihenweise teure Knöllchen ausgestellt.

Daran haben weder Schmidt-Dold noch „tegut“ Interesse, erklären beide auf Nachfrage. Sie hätten nichts dagegen, die Parkplätze außerhalb der Öffnungszeiten gratis zur Nutzung frei zu geben. Aber: Die Firma „FairParken“ gibt für das „Domstadtcenter“ eine andere Auskunft: „Außerhalb der Öffnungszeiten kann jeder eine Strafe erhalten, der dort parkt.“ Auch die Firma „Park & Control“, die bei „tegut“ angeklopft hat, tritt bundesweit mit solchen Verfahrensweisen in Erscheinung. 

Rubriklistenbild: © Schuldt

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