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Ausblick auf 2023: Fritzlar schafft mehr Platz für Kinder - auch Hessentag steht im Fokus

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Von: Daniel Seeger

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Der Hessentag 2024 hat auch Auswirkungen auf die Pläne der Stadt Fritzlar in diesem Jahr. Doch auch abseits des Großereignisses gibt es viel zu tun.
Der Hessentag 2024 hat auch Auswirkungen auf die Pläne der Stadt Fritzlar in diesem Jahr. Doch auch abseits des Großereignisses gibt es viel zu tun. © Peter Zerhau

In den Kommunen im Kreisteil Fritzlar-Homberg stehen im Jahr 2023 wichtige Projekte und Themen an. Wir geben einen Überblick zum Jahresbeginn. Heute: Fritzlar.

Fritzlar – Die Aufgabenliste der Stadt Fritzlar ist auch im Jahr 2023 lang. Der Hessentag wirft seine Schatten voraus und auch abseits des großen Landesfestes gibt es in der Dom- und Kaiserstadt größere und kleinere Baustellen.

Kinder und Jugendliche

Weil die Zahl der Grundschüler steigt, wird in der Grundschule in Obermöllrich zusätzlicher Platz für die Nachmittagsbetreuung geschaffen. Fertiggestellt sein werden die Räume laut Fritzlars Bürgermeister Hartmut Spogat Ende Januar. Rund 40 Kinder nutzen die Betreuung, 50 Kinder nehmen in den Räumen eine Mahlzeit ein. „Die Grundschule wird von Kindern aus Cappel, Obermöllrich und Werkel besucht“, so Spogat. Außerdem besuchen Kinder aus der Kernstadt die Schule.

Zusätzlichen Betreuungsbedarf gibt es auch bei den Jüngsten – deshalb soll rund zwei Drittel des Gebäudes der ehemaligen Kinderarche in der Gneisaustraße abgerissen und neu gebaut werden. Entstehen soll hier ein Gebäude für vier neue Ü3-Gruppen. Die zwei vorhandenen U3-Gruppen bleiben bestehen. „Träger der Kindertagesstätte ist die Evangelische Kirche“, so Spogat.

Außerdem soll mit Leader-Mitteln ein Pumptrack für Radfahrer und Skater in unmittelbarer Nähe der Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Schule im Schladenweg gebaut werden. Dort soll auch eine Reparaturwerkstatt für Fahrräder entstehen, woran die Schule maßgeblich beteiligt sein wird.

Energie, Internet, Klima

„Der Glasfaserausbau der Firma Goetel soll im zweiten Quartal des Jahres in den Fritzlarer Ortsteilen starten“, berichtet Spogat im Gespräch mit unserer Zeitung. Das sei elementar wichtig für die Attraktivität des Standorts. Und auch im Bereich der erneuerbaren Energien soll sich einiges tun. Die Vergaben für die Potenzialanalysen für Fotovoltaik-Freiflächenanlagen haben stattgefunden. Zum 1. April bekommt Fritzlar einen neuen Revierförster. Wer die Stelle übernehmen wird, ist noch nicht offiziell bekannt gegeben.

„Wir werden dann die Absprachen zur Neuanpflanzung klimaresistenter Bäume und zur Naturverjüngung auf dem Plan haben“, sagt Spogat. Gemeinsam wolle man für einen klimastabilen Wald sorgen.

Die Stadt wird im Februar Aggregate zur Stromerzeugung in Dorfgemeinschaftshäuser und Feuerwehrhäuser einbauen. Diese Gebäude sollen bei Stromausfällen als Anlaufstelle für die Bürger dienen.

Hessentag

Einen langen Schatten wirft der Hessentag auch ins Jahr 2023. Spätestens Anfang Februar soll die Entscheidung bekannt gegeben werden, wer das Hessentagspaar wird. „An qualifizierten Bewerbern mangelte es nicht“, verrät Spogat vorab. Zudem sollen die Bauarbeiten an einem weiteren Hessentagsprojekt beginnen: Ein Kunstrasenplatz soll am Roten Rain entstehen. Spogat hebt bei diesem Projekt die ganzjährige Nutzung und den im Vergleich mit Naturrasen niedrigen Pflegeaufwand hervor.

Offizieller Start der Bewerbung für den Hessentag 2024 in Fritzlar wird der 11. Juni sein. Dann stehen auch die Künstler fest, die in der Dom- und Kaiserstadt auftreten werden und der Ticketverkauf beginnt. Traditionell findet vor dem Hessentag das Landeskindertrachtentreffen statt. In Fritzlar werden sich die Trachtenfreunde am 9. und 10. September treffen.

Sonstiges

„In diesem Jahr wird der Lückenschluss des Radwegs zwischen Fritzlar und Borken bei der Kalbsburg erledigt“, kündigt Spogat an. Zudem gehen die Planungen für den Radweg von Gudensberg nach Fritzlar in die entscheidenende Phase. Bis zum Hessentag soll der fertiggebaut sein. Die Supermarktkette Rewe plant, vielen Stadtteilen mit einem Supermarktbus anzufahren. Ungedanken soll als Modelldorf dienen, auch die Versorgung von Haddamar und Züschen gelte als sicher. (Daniel Seeger)

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