Neue Sicht auf den See

Aussichtsplattform in Borken soll Blick für die Natur schärfen

Sechs Männer stehen vor einem hölzernen Sichtschutz mit Sichtfenstern
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Die neue Aussichtsplattform an der Nordspitze des Borkener Sees ist fertig: von links Hieronymus Pauli und Christian Hiestermann vom Forstamt Jesberg, Michael Lenz von der Oberen Naturschutzbehörde, Landschaftsplaner Hans-Michael Kann, Bürgermeister Marcèl Pritsch und Biologe David Schomberg.

Am Borkener See gibt es viel zu sehen. Um die Tierwelt dort besser beobachten zu können und den Blick für Naturschutz zu schärfen, gibt es nun eine spezielle Aussichtsplattform.

Borken – Eine neue, barrierefreie Aussichtsplattform bietet den Besuchern an der Nordspitze des Borkener Sees nun ganz andere Ein- und Ausblicke ins Naturschutzgebiet. Die Obere Naturschutzbehörde des Regierungspräsidiums Kassel (RP) hatte den Auftrag gegeben: Am Sichtschutzzaun aus halbierten Lärchenbaumstämmen sind in verschiedenen Höhen kleine Sichtfenster eingelassen, durch die man die Tierwelt am Wasser beobachten kann.

Der Borkener See entstand aus dem Tagebau, ist ein künstlich geschaffener Lebensraum. Er zeichnet sich durch viele frische Quellzuflüsse und sein nährstoffarmes Wasser aus – ein wichtiger Grund für seine Unterschutzstellung vor 30 Jahren.

Die Olmesteiche hingegen an der Nordspitze sind ein flaches, von Regen und Grundwasser gespeistes, nährstoffreicheres Biotop. Abgeschieden vom Rest des Sees bieten Inseln ideale Brutbedingungen für viele Vogelarten wie die Wasserralle, Zwergtaucher, Krickenten und Schwäne fühlen sich dort wohl.

Borkener See: Vielfältiger Lebensraum

Die Olmesteiche bereichern mit ihrem Lebensraum für Amphibien das Naturschutzgebiet. Teich-, Berg- und Kammmolche, Grün- und Laubfröschen sind dort zu finden.

Auch ein Storchen-Horst ist von dort gut zu beobachten: Ein Storchenpaar hat die 13 Meter hohe und 1,90 Meter breite Horstplattform nahe der Flachwasserzone im vorigen Jahr bezogen. Jetzt ist es wiedergekehrt und richtet das Nest ein, vielleicht gibt es wieder Storchennachwuchs.

Bürgermeister Marcèl Pritsch, Michael Lenz von der Oberen Naturschutzbehörde, Hieronymus Pauli und Christian Hiestermann vom Forstamt Jesberg, Biologe David Schomberg und Landschaftsplaner Hans-Michael Kann kamen zu der Aussichtsplattform, um die Arbeiten dort abzunehmen. In den vergangenen Monaten sind an vielen Stellen rund um den See neue Sichtachsen geschaffen worden: Sie sollen den Besuchern die Chance geben, den Blick für die Natur zu schärfen. (Claudia Brandau)

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