Stadtverordnete müssen entscheiden

Bald ein großes Hotel in Fritzlar? Investor aus dem Allgäu plant mit 21 Betten im Industriegebiet

So könnte ein Zimmer im Fritzlarer Hotel auch aussehen: Das
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So könnte ein Zimmer im Fritzlarer Hotel auch aussehen: Das

Die Infrastruktur in Fritzlar boomt. Doch was viele Menschen in der Domstadt seit Langem vermissen, ist ein größeres Hotel. Schon zahlreiche Ideen gab es dazu. Nun werden konkrete Pläne laut, die diesen Wunsch wahr werden lassen könnten. Ein Investor aus dem Allgäu will ein 21-Betten-Hotel im Interkommunalen Industriegebiet bauen.

Die Stadtverordneten sollen in ihrer letzten Sitzung vor der Kommunalwahl am 11. Februar darüber entscheiden.

„Da wir in Fritzlar seit Jahren Bettenknappheit haben, die Touristen nicht bedienen können und auf Nachbarkommunen verweisen, begrüße ich den Bau ausdrücklich“, sagt Bürgermeister Hartmut Spogat. Es handele sich um ein preisgünstiges Hotel mit Einzel- und Doppelzimmern. Zielgruppe seien Geschäftsleute, Touristen und Monteure, die preiswert übernachten wollen und zu jeder Uhrzeit einchecken können, heißt es in der Betriebsbeschreibung von WMM Betriebs GmbH, der zuständigen Hotelkette.

Laut Gesellschafter Sebastian Waltl betreibt WMM bereits rund 20 Hotels an unterschiedlichen Standorten in Deutschland, vorwiegend in Bayern und Baden-Württemberg. Die Frage, warum die Wahl auf Fritzlar gefallen ist, könne er leicht beantworten: „Fritzlar hat einfach etwas. Wäre ich auf der Durchreise, würde ich dort definitiv Halt machen und in einem Hotel übernachten.“

Die WMM Betriebs GmbH habe in der jüngeren Vergangenheit vermehrt Standorte in Hessen analysiert. Der Fokus liege nicht auf großen Städten, sondern eher kleineren Standorten, die eine gute Verkehrsanbindung und auch industriell etwas zu bieten haben. Interesse am Kauf eines Grundstücks im Industriegebiet hätte der Investor also definitiv. Bei Zustimmung des Parlaments würde es dennoch bis 2022 dauern, bis das Hotel stünde, so Waltl.

Die Zimmer bei WMM sind nur online buchbar, Check-In und Check-Out erfolgen mit einem Türcode, der per SMS oder E-Mail versendet wird. Im Durchschnitt bleiben die Gäste weniger als drei Tage am Stück, heißt es. Hauptsächlich seien es demnach durchreisende Personen, die dieses Hotelkonzept und die damit verbundene Anonymität schätzen.

Die einzelnen Hotelzimmer würden von der Firma Wagner Möbel Manufaktur GmbH & Co.KG in Ziegelmassiv-Modulbauweise und mit speziellen Schallschutzfenstern am Standort in Illertissen gefertigt.

Diese Bauart erlaube eine Hotelnutzung in Gewerbe- und Industriegebieten, um vor Lautstärke von außen zu schützen. (Daria Neu)

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