Bushaltestelle soll verlegt werden

Baustelle sorgt für Ärger: Eltern aus Geismar sorgen sich um Schulweg

+
Sie haben lange für eine Ersatzhaltestelle in Geismar gekämpft: (von links) Nadine Bürger, Mia Kurschat, Victoria Bürger, Merle Kurschat, Diana Kurschat, Ida Esser, Klaus Ramus, Annika Esser. 

Geismar. Die Baustelle in Geismar sorgt für Ärger. Denn Eltern sorgen sich um den Schulweg ihrer Kinder. Und fordern eine Verlegung der Bushaltestelle. 

Für die Geismarer Eltern hatte es was von Lottospielen. Mal tippten sie richtig, mal lagen sie daneben. Mal wurden ihre Kinder mittags in der Dorfmitte aus dem Bus gelassen, mal erst am Friedhof. Eigentlich hat Geismar zwei Haltestellen für den Schulbus: eine am Dorfgemeinschaftshaus und eine am Friedhof. Die Bauarbeiten an der Ortsdurchfahrt bringen aber alles durcheinander, wie die Eltern sagen.

Es begann mit dem ersten Bauabschnitt. Der betraf die Bonifatiusstraße von der Ecke Schulweg weiter das Dorf hinunter. Morgens konnten die Kinder wie gewohnt an der Haltestelle in den Schulbus einsteigen. Doch die Haltestelle am Nachmittag lag in der Baustelle und fiel weg. Einen Ersatz gab es nicht. Die 25 Geismarer Kinder von der ersten bis zur 13. Klasse wurden je nach Busfahrer trotzdem am Dorfgemeinschaftshaus und mal am Friedhof rausgelassen – und mussten den einen Kilometer quer durch das Dorf laufen. Über die stark befahrene Umleitung an der Wildunger Straße und am Eichgarten. „Das Problem ist nicht der lange Weg, sondern der gefährliche Weg, weil es dort keinen Bürgersteig gibt“, sagt Klaus Ramus. Viele Eltern sahen das als Zumutung und forderten eine Ersatzhaltestelle auf Höhe des Dorfgemeinschaftshauses. Denn die Regelung ist klar: Aus Versicherungsgründen dürfen die Schüler nur an einer Haltestelle aus dem Bus gelassen werden. Nach vielen Anfragen gibt es inzwischen eine Ersatzhaltestelle.

Doch das nächste Problem kündigt sich bereits an. Es könnte auf die Geismarer zukommen, wenn der zweite Bauabschnitt beginnt. Die Forderung der Eltern ist deutlich: Die Kreuzung Bonifatiusstraße/ Schulweg soll in den Herbstferien umgebaut werden. Geschieht dies erst später, hapert es wieder beim Schulbusverkehr. Der Bus muss nämlich unbedingt über die Kreuzung auf den Schulweg fahren. Nur dann hat er ausreichend Platz, um auf den Eichgarten zu fahren. Fährt er hingegen den Schulweg von unten hoch, ist der Winkel zu spitz. Der Bus kann nicht nach links auf den Eichgarten abbiegen. 

Dass, so die Forderung der Eltern, sollten die Verantwortlichen bei ihrer Planung berücksichtigen. Sie denken sogar schon einen Schritt weiter – wenn die Bonifatiusstraße ab Dorfgemeinschaftshaus in Richtung Fritzlar erneuert wird. Dann sollen die beiden Bushaltestellen an der Bonifatiusstraße nach Vorschlag der Anwohner um 30 bis 50 Meter in den bereits fertigen Bauabschnitt verlegt werden. Dann kann der Bus weiter über die Kreuzung fahren – und die Schulkinder können weiter in der Ortsmitte ein- und aussteigen.

Das sagt die Stadt: Bushaltestelle fällt vermutlich weg

Die Arbeiten an der Ortsdurchfahrt (Bonifatiusstraße) teilen sich in drei Abschnitte auf. Der erste Abschnitt bis zum Schulweg soll im Oktober fertig sein. Die Arbeiten am zweiten Abschnitt vom Schulweg bis zur Schillerstraße beginnen im selben Monat. Zu dem Abschnitt gehört die Kreuzung. Ob die Arbeiten in die Herbstferien gelegt werden können, ist unklar. Die Stadt wolle darüber mit der Baufirma sprechen. 

Die Bushaltestelle am Dorfgemeinschaftshaus fällt während der zweiten Bauphase voraussichtlich weg. Die Kinder würden dann an der Haltestelle Friedhof ein- und aussteigen und von dort über den neuen Gehweg ins Dorf gehen. Bis Weihnachten soll der zweite Abschnitt fertig sein. Die letzte Baustelle geht bis zur Landstraße. Voraussichtliches Ende der Arbeiten: Sommer 2019.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.