Kurze Kindernamen sind der Trend 

Ben und Emma holen auf

Blick auf Neugeborene: Viele Babys, die 2017 auf die Welt kamen, tragen eher kurze Namen wie Mia oder Max. Foto: dpa

Schwalm-Eder. Emma und Ben waren die beliebtesten Vornamen im vergangenen Jahr im Schwalm-Eder-Kreis. 1224 Kinder wurden in den beiden Geburtsstationen in Ziegenhain und Fritzlar geboren, 16 Mädchen heißen nun Emma, 22 Jungen tragen den Namen Ben.

Bereits 2016 war Emma der der am häufigsten vergebene Mädchenname im Landkreis, damals wurde er neun Mal gewählt. Damit bestätigt sich im Landkreis bei den Mädchennamen, was auch der bundesweite Trend ist. Namen, die mit einem E anfangen, sind laut der Gesellschaft für deutsche Sprache auf dem Vormarsch. Auch wenn das bei den Jungen nicht ganz stimmt, wurde Elias in Fritzlar wenigstens sieben Mal ausgesucht, der Name belegt damit Platz 2. Der Name Ben führt mit 17 Eintragungen klar die Riege an.

493 Kinder wurden in Ziegenhain geboren, 253 Mädchen und 240 Jungen. 730 Kinder wurden in Fritzlar geboren, 385 Mädchen und 345 Jungen.

Kevin Trübelhorn vom Ziegenhainer Standesamt berichtete, dass der bundesweite Trend, den Kindern wieder älterere Namen zu geben, in der Region nicht üblich sei und in der Regel nur als Zweitname vergeben würden.

Trübelhorn zählt als Beispiele Wilhelm, Armin oder Bernhard und Ernst auf. Meist seien dies die Namen der Paten oder Verwandten. Wirklich exotische Namen wie etwa Hope oder Destiny seien in den vergangenen Jahren selten gewählt worden.

Das bestätigt auch Alexandra Wahle vom Fritzlarer Standesamt. Es sei kein „Schneewittchen“ oder Ähnliches dabei gewesen.

Fritzlar: Mädchen: Emma (8), Lina (7), Mia (7), Emilia (6) , Lea (6), Leni (6). Jungen: Ben (17), Elias (7), Noah (7), Oskar (7) Jonas (6).

Ziegenhain: Mädchen:Emma (8), Mia (7), Lina (6), Emilia (5) und Anna (4). Jungen: Max (6), Ben (5), Hannes (5) und Finn (4) und Leo (4) am häufigsten genannt.

Eltern durften Kinder nicht Lucifer oder Batman nennen 

Laut der Gesellschaft für deutsche Sprache befinden sich bundesweit viele alte Namen auf den vorderen Plätzen der Hitlisten von Eltern. So etwa die Namen Emil, Jakob, Karl und Anton. Insgesamt gebe es bei den Jungennamen mehr Veränderungen als bei den Mädchen. Der erstplatzierte Name aus dem Jahr 2016, Elias, werde allerdings 2017 nicht mehr landesweit vorne liegen, so die Prognose: Die GfdS veröffentlicht erst im Frühjahr die bundesweiten Zahlen. Über 500 seltene Vornamen wurden 2017 in die Stammbücher eingetragen, darunter Mecky, Lovely, Eleyson, Fade, Libelle, Caridad, Kalash, Theben, Justitia, Zabel. 60 von über 600 Anfragen aber wurden von den Standesämtern abgelehnt, darunter ungewöhnliche Namen wie Lucifer, Ohlove, vom Meer, Batman, Breezy, Motte, Teviotdale, Rabowski. Einige der Anfragen blieben offen, sei es, weil die Eltern sich eine Alternative überlegt hatten oder ihren Wunsch nicht weiter verfolgten. (cty)

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