„Buddha war ein echter Rocker“

Geismarer mit Rock am Stück-Plakat in Indien unterwegs

Mit dem Motorrad unterwegs: Wolfram Steil aus Geismar wirbt für Rock am Stück.

Geismar/Indien. Viele kleine Dinge wurden durch die richtige Art von Werbung groß gemacht. So oder so ähnlich könnte es auch mit dem Festival Rock am Stück laufen.

Sollte das nicht klappen, hat es nicht an der Werbung gelegen, denn jede Menge davon haben die Macher des Festivals bereits gemacht - und das längst nicht nur im Schwalm-Eder-Kreis. Auf die Veranstaltung, zu der am 19. Juli auch die Kult-Metalband Saxon kommen wird, hat Wolfram Steil jetzt sogar in Indien aufmerksam gemacht. Denn im Gepäck hatte er während seiner Motorradtour auch ein kleines Rock am Stück-Plakat aus der Heimat.

„Das ist mittlerweile schon eine Tradition“, sagt er und lacht. Zuletzt warb er in Amerika und Vietnam für Rock am Stück. Wie er das macht? Er fotografiert das Plakat an prominenten Plätzen oder mit Menschen aus den jeweiligen Ländern, und manchmal ist er auch auf den Fotos zu sehen.

Geführte Motorrad-Tour 

Bei der Aktion ging es ihm diesmal natürlich nicht darum, möglichst viele Inder zur Konzertnacht nach Fritzlar zu locken. „Mit den Bands können die Menschen nichts anfangen, sie wussten oft ja nicht einmal, was auf dem Plakat steht“, sagt er. Deshalb sei es gut gewesen, dass bei der Tour durch die Provinz Himachal Pradesh ein Übersetzer dabei war. Unterwegs war er übrigens mit einer kleinen Gruppe von vier Personen. „Es war eine geführte Tour durch Nordindien“, erklärt er.

Unterwegs waren sie mit indischen Motorrädern. In 14 Tagen legten sie 1600 Kilometer zurück. „Zwei Drittel der Strecke bestand aus Schotterpisten und Feldwegen.“ Es sei ein großes Abenteuer gewesen. Zunächst habe er sich an den Linksverkehr gewöhnen müssen, aber dann lief alles rund. „Ich dachte, auf den Straßen herrscht Chaos. Das war aber nicht der Fall.“ Zwar seien von Motorrädern über Autos bis hin zu Bussen und Laster auch Kühe und Schafe auf den Straßen unterwegs, doch alle kämen gut voran, beschreibt er. „Es bleibt immer ein Platz zum Überleben, dort fährt man nicht rücksichtslos und es gilt auch nicht das Recht des Stärkeren.“ Man brauche aber Zeit und Geduld. (may)

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