Er wird von Freien Wählern, SPD und Grünen unterstützt

Bürgermeisterwahl in Fritzlar: Gert Rohde will Politik für alle machen

+
Er könnte jeden Morgen zu Fuß ins Rathaus gehen: Bürgermeisterkandidat Gert Rohde lebt am Frizlarer Marktplatz. 

Fritzlar. Zwei Bewerber wollen ins Fritzlarer Rathaus. Wir stellen Herausforderer Gert Rohde im Porträt vor.

Er hat die Lust und den Mut, etwas zu verändern. Er will in Fritzlar etwas bewegen. In die Waagschale wirft Gert Rohde seine Lebenserfahrung und sein langjähriges Engagement beim SV Germania und dem Stadtmarketing. Gert Rohde möchte Bürgermeister der Dom- und Kaiserstadt werden. Am Sonntag, 28. Januar, tritt er gegen Amtsinhaber Hartmut Spogat an. Unterstützt wird der 59-Jährige von den Freien Wählern, der SPD und den Grünen.

Gert Rohde macht seit 2015 Kommunalpolitik. Er zählt zu den Gründungsmitgliedern der neu formierten Freien Wähler in Fritzlar. 2016 holen sie 10,5 Prozent der Stimmen und ziehen ins Parlament ein. Die Fraktion beschreibt Rohde als "sehr agile Truppe". Jeder im Team hänge sich stark rein. Anders als bei den anderen Parteien stehe bei den Freien Wählern die Individualität im Vordergrund. "Es zählt die Meinung des Einzelnen. Hier kann jeder für sich entscheiden, in der Stadtverordnetenversammlung gibt es keinen Fraktionszwang", erklärt Gert Rohde.

Für Rohdes Geschmack sind in den vergangenen Jahren in der Fritzlarer Politik zu viele Dinge liegen geblieben. Als Beispiel nennt er das Radwege-Konzept aus dem Jahr 2004, bei dem alle Ortsteile mit einbezogen wurden. "Wenn Sie heute schauen: Es ist nicht wirklich etwas passiert. Das ist frustrierend", betont der Herausforderer.

Gert Rohde liefert ein weiteres Beispiel. Dieses Mal geht es um das integrierte kommunale Entwicklungskonzept. "Da wurde ein Koordinator für die Vereine angekündigt, aber es wurde nichts gemacht. Das ist unbefriedigend für alle Beteiligten."

Rohde möchte als Bürgermeister dieses Versprechen einlösen. Unter einem Bürgermeister Gert Rohde soll es auch einen Bürgerbus geben. „Das wäre eine deutliche Verbesserung für die Ortsteile und die Kernstadt, gerade für Menschen ohne Auto“, ist der 59-Jährige überzeugt.

Als Rathauschef würde Gert Rohde als Erstes zwei Dinge angehen. Er möchte zum einen die Kommunikationswege verbessern.

Das bedeutet konkret: regelmäßige Bürgerversammlungen und Bürgersprechstunden in den Fritzlarer Ortsteilen. „Ich möchte über das, was ich mache, auch informieren." Zum anderen möchte er als "Sofortmaßnahme kostengünstige Parkplätze" in der Kernstadt schaffen. Der Freie Wähler sieht das geplante Parkdeck hinter der Stadthalle kritisch.

Für den Fall, dass Rohde gewinnt, würde die Opposition den Bürgermeister stellen. Sie hätte eine Stimme weniger als die Koalition aus CDU und FDP. Für Rohde wäre das kein Problem. "Ich kann mir gut vorstellen, dass es funktioniert". Er stehe für eine sachorientierte Politik, eine Politik für alle Bürger. "Ich lade alle ein, dort mitzuwirken und im Sinne Fritzlars zu entscheiden".

zur Person: Gert Rohde (59) ist in Edertal aufgewachsen. Bei Mauser Waldeck absolvierte er eine Ausbildung zum Industriekaufmann/Betriebsbuchhalter. Inzwischen arbeitet er als selbstständiger Kaufmann. Rohde war Vorsitzender der SV Germania Fritzlar und der Werbegemeinschaft. Seit der Kommunalwahl 2016 sitzt er für die Freien Wähler in der Stadtverordnetenversammlung. Rohde ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder. In seiner Freizeit geht er ins Fitnessstudio, fährt Rad und reist mit dem Wohnmobil.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.