Sechs Jahre ist der 58-Jährige bereits im Amt

Bürgermeisterwahl in Fritzlar: Hartmut Spogat will wieder ins Rathaus

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Er tritt wieder an: Bürgermeister Hartmut Spogat möchte am Sonntag, 28. Januar, erneut zum Fritzlarer Bürgermeister gewählt werden. 

Wehren. Zwei Bewerber wollen ins Fritzlarer Rathaus. Wir stellen den amtierenden Bürgermeister Hartmut Spogat im Porträt vor.

Wehren. „Ich bin der Dorfjunge aus Wehren geblieben“, sagt Hartmut Spogat. Das Amt des Bürgermeisters, die vergangenen sechs Jahre, die ungezählten Termine und Aufgaben hätten den 58-Jährigen im Kern nicht verändert. Er sei offener und sicherer geworden, aber „ich bin immer noch derselbe“. Jetzt bewirbt sich der Christdemokrat um eine zweite Amtszeit. Spogat tritt bei der Fritzlarer Bürgermeister-Wahl am 28. Januar wieder an. „Ich habe viele Ideen und ich habe die Kraft“, kündigt er an.

Die sechs Jahre als Bürgermeister waren „gut, aber anstrengend“. Gut, weil ihm der Wechsel vom Ehrenamt ins Hauptamt leicht gefallen sei. Spogat war vor seiner Wahl viele Jahre in der Kommunalpolitik und in Vereinen aktiv. „Ich bin auf bekannte Namen, Institutionen und Firmen gestoßen. Man kannte mich und konnte mich einschätzen. Durch die Kommunalpolitik waren die Türen offen“, erklärt er.

Anstrengend war es, weil sich manche Entscheidungen hingezogen haben. „Ich habe gedacht, dass manche Prozesse schneller gehen.“ Es sei wichtig, die Menschen von den Ideen zu überzeugen. So wie bei der Gestaltung des Marktplatzes – Spogats erstem Großprojekt. Einige Anlieger hätten zunächst Bedenken gehabt. Sie sorgten sich, dass dem Marktplatz die Idylle genommen werde, und fürchteten eine lange Bauzeit. „Aber nach der Umgestaltung waren alle zufrieden“, bilanziert Hartmut Spogat.

Zufrieden ist der Bürgermeister auch mit seiner Stadt. „Fritzlar geht es gut, es ist wirtschaftlich stark“, ist er überzeugt. Dazu trage eine solide Finanzpolitik bei. Fritzlar habe dadurch die Freiheit, nicht nur Investitionen anzukündigen, sondern sie auch umsetzen zu können. „Wir können gestalten. Das erleichtert die Aufgabe eines Bürgermeisters“, sagt der 58-Jährige. Beim HNA-Lesertreff vor sechs Jahren hatte Hartmut Spogat Großes angekündigt: „Fritzlar wird weiter blühen“. Nun knüpft der Kandidat an das Bild an. Jetzt gelte es, „dieses Blühen zu erhalten und weitere Pflanzen zu setzen“.

Eine mögliche Pflanze ist ein weiterer Kindergarten in der Kernstadt, eine andere das Baugebiet Roter Rain IV. 88 Bauplätze sollen dort entstehen. „Ich hoffe, dass Ende des Jahres die ersten Bagger rollen können.“ Auch die Schaffung von kleinem, bezahlbarem Wohnraum steht auf Spogats Setzliste.

Für „richtig und wichtig“ hält er das geplante Parkhaus hinter der Stadthalle: „Das brennt den Leuten auf den Nägeln“, betont Hartmut Spogat. Fritzlarer und Auswärtige wollten kostenlose Parkplätze, die zentral liegen. Bei der Finanzierung kommen der Stadt die anvisierten 3,7 Mio. Euro aus der Hessenkasse zugute. „Das Parkhaus verkraften wir neben den normalen Investitionen.“

Zur Person

Hartmut Spogat (58) ist in Wehren aufgewachsen. Nach dem Realschulabschluss hat er im Fritzlarer Autohaus Weinhold gelernt. Als Kaufmann ging er zur Bundeswehr, wo er bis zu seinem Wechsel ins Rathaus war. Beim Kampfhubschrauberregiment 36 war er für die Logistik zuständig. Spogat ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder. Der Bürgermeister entspannt bei der Gartenarbeit, bei dem Training auf dem Laufband sowie beim Standard- und Lateintanz.

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