Laut Medienbericht Triebwerksschäden

Bundeswehr muss NH90-Helikopter in Mali überprüfen

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Vier Hubschrauber des Typs "NH90" sind in Mali stationiert.

Fritzlar. Die Bundeswehr hat erneut technische Probleme mit ihren NH90-Hubschraubern. Einige Helikopter müssen vorerst am Boden bleiben.

Die Mehrzweck-Helikopter, die auch in Mali im Einsatz sind, werden derzeit aus Sicherheitsgründen überprüft, wie ein Sprecher des Verteidigungsministeriums am Samstag auf Anfrage mitteilte. In einigen Fällen sei die Überprüfung abgeschlossen, diese Hubschrauber dürften wieder starten.

Der Sprecher wollte sich aber nicht zu einem Bericht von "Spiegel Online" äußern, dem zufolge konkreter Auslöser ungewöhnliche Schleifspuren in einem NH90-Triebwerk sind, das aus Mali kommend in Deutschland inspiziert wurde.

Erst Ende September hatte es einen Zwischenfall mit einem NH90-Hubschrauber in Mali gegeben. Dabei war auf dem Flugfeld im deutschen Feldlager in Goa ein Triebwerk ausgefallen. In Mali sind auch Soldaten aus Fritzlar stationiert.

Tiger-Helikopter werden ebenfalls überprüft

Dem "Spiegel"-Bericht zufolge hat die Bundeswehr zudem nach dem tödlichen Absturz eines Tiger-Kampfhubschraubers in Mali zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen angeordnet. Demnach müssen nun vor und nach jedem Flug die Wartungsklappen an den Triebwerken der Tiger-Helikopter kontrolliert werden. Zuvor seien mehrere Kilometer von der Absturzstelle entfernt Teile der Triebwerksverkleidung der Unglücksmaschine gefunden worden, die sich gelöst und den Rotor beschädigt haben könnten.

Der Ministeriumssprecher sagte dazu lediglich, die Untersuchungen zur Absturzursache dauerten an. Nach dem Unglück in Mali mit zwei toten Soldaten am 26. Juli waren die Kampfhubschrauber wochenlang am Boden geblieben. Inzwischen ist der Betrieb unter Auflagen wieder erlaubt.

Die Mission Minusma der Vereinten Nationen (UN) soll zur Stabilisierung des Landes und zur Umsetzung eines Friedensabkommens beitragen. Mehr als 930 Bundeswehrsoldaten sind derzeit im Einsatz. Der Einsatz in Mali gilt seit längerem als der aktuell gefährlichste der Truppe.

(mit dpa)

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