Viele Künstler bei Kulturreihe

A-Cappella, Oper, Schlagzeug: Es ist viel los bei Fritzlar „Vor dem Dom“

Schlagzeugprofi Alexej Gerassimez von Genesis of Percussion springt in die Luft. In der Hand hält er einen Schlagzeug-Stick.
+
Werden für Gänsehautmomente auf der Bühne bei Fritzlar vor dem Dom sorgen: Genesis of Percussion mit Schlagzeugprofi Alexej Gerassimez.

Eines steht fest: Langweilig dürfte es den Besuchern bei Fritzlar „Vor dem Dom“ nicht werden. Das garantiert, Maren Matthes, Intendantin des Kultursommers Nordhessen. Es locke Musik unter freiem Himmel in mystischer Atmosphäre.

Die Kultur kann wieder aufatmen – auch in Fritzlar. Für die traditionelle Open-Air-Veranstaltung Fritzlar „Vor dem Dom“ als Teil des Kultursommers Nordhessen laufen daher schon jetzt die Planungen auf Hochtouren. Die Besucher können sich auf drei ganz unterschiedliche Künstlergruppen freuen. Jeweils zwei Abendvorstellungen sind von Donnerstag, 5. August, bis Samstag, 7. August, geplant.

Intendantin des Kultursommers, Maren Matthes, verspricht: „Es gibt am ersten Abend etwas fürs Herz, am zweiten etwas für die Magengrube und am dritten etwas für die Füße.“ Auf der Bühne steht am Donnerstag The Cast, eine junge, international besetzte Opernband. Am Freitag folgt das Schlagzeug-Ensemble Genesis Percussion. Den Abschluss gibt am Sonntag die A-Cappella-Nacht, wie man sie bereits aus den vergangenen Jahren kennt.

„Hinter den Künstlern liegt eine schwere Zeit, in der sie lange nicht spielen konnten“, sagt Matthes. Planung? Das sei in diesen besonderen Zeiten fast schon ein Fremdwort. Immer wieder müsse man auf die aktuellen Coronagegebenheiten Rücksicht nehmen. Fritzlar „Vor dem Dom“ findet wie immer an der frischen Luft statt – ein Pluspunkt in Coronazeiten. „In den vorderen Reihen müssen sich die Besucher wie schon 2020 einen eigenen Klappstuhl mitbringen“, so die Intendantin. Aber auch Plätze auf der Tribüne würden verkauft.

Pro Vorstellung sind 180 Gäste zugelassen. An jedem Abend tritt die jeweilige Künstlergruppe zweimal auf – einmal um 19 Uhr und einmal um 21 Uhr. So werde der Publikumsverkehr entzerrt.

Bürgermeister Hartmut Spogat freut sich schon, dass die Domstadt zum Treffpunkt wird: „Vieles haben wir vermissen müssen, denn Kultur schafft ein Gemeinschaftsgefühl und lenkt ab. Wir freuen uns auf drei abwechslungsreiche Abende mit je zwei Veranstaltungen, dabei den Charme des historischen Ortes zwischen Dom und Rathaus mit Kunst und Musik genießen zu dürfen.“

Fritzlar „Vor dem Dom“: Weindorf mit Abstand

Der Einlass ins Weindorf wird diesmal über die Luca-App, einen Impfnachweis oder einem Zettel zum Ausfüllen geregelt. Das Personal trägt Mundschutz, es gibt Desinfektionsmöglichkeiten. Die Tische werden mit ausreichendem Abstand aufgestellt. „Es ist aufwendiger, aber machbar“, sagt Kulturvereinsvorsitzende Jutta Schröder-Wagnitz. Das Weindorf ist auf ehrenamtliche Helfer angewiesen, gern könne man sich noch unterstützend melden, so Schröder-Wagnitz. 

Diese Künstler sind diesmal dabei:

The Cast

Die Opernband The Cast kündigt ihre Lieder als „heilige Arien“ an, die zu „mitreißenden Popsongs werden – kultig, rockig, cool.“ Intendantin Matthes bestätigt: „Die Musiker zeigen: Oper kann Spaß machen.“ Häufig gehe es in Opern um Themen wie Drama, Liebe, Tod und Verrat. Von The Cast würden diese Themen in poppiger Art verkauft.

„Sie transportieren so etwas wie eine respektvolle Respektlosigkeit“, beschreibt es Matthes. Man müsse keine Angst vor großem Drama haben, den Künstlern nehme man die Geschichte einfach ab.

Genesis Percussion

„Es beginnt mit einem kaum hörbaren Fingerschnipsen und endet mit einem gigantisch donnernden Schlagzeug-Kosmos, der das Publikum aus den Sitzen reißt“, heißt es in der Ankündigung von Genesis Percussion, deren Sound die Besucher direkt in die Magengruppe treffen soll – im Positiven natürlich. „Unter Schlagzeug stellt man sich meistens nicht allzu viel vor“, sagt die Intendantin. Dabei müsse ein Schlagzeuger vergleichsweise die meisten Instrumente beherrschen. Star-Percussionist Alexej Gerassimez und vier seiner Kollegen wollen nur eines: Das Publikum mitreißen. „Alexej Gerassimez und Lukas Böhm, Sergey Mikhaylenko, Julius Heise und Richard Putz sind die fünf Multi-Percussionisten. Sie interessieren sich für jede potenzielle Klangquelle aus unserem Alltag, ob Flaschen, Kieselsteine oder Dosen“, heißt es in der Ankündigung.

A-Cappella-Nacht

Bunt, rhythmisch, energiegeladen und charmant – so soll sie sein, die A-Cappella-Nacht, die im Grunde schon fester Bestandteil der Veranstaltungsreihe ist. (Daria Neu)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.