Vortrag "Helden der Meere" an der Berufsschule Fritzlar

Christian Weigand aus Merzhausen will die Meere retten

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Am Meer fühlt er sich wohl: Christian Weigand aus Merzhausen gründete den Verein Blue Awareness und hält Vorträge über die Ozeane.

Dass Umweltschutz in den Köpfen vieler Menschen bereits angekommen ist, weiß Christian Weigand ganz genau. Das Ziel des 30-Jährigen ist jedoch, genau diese Gedanken in Taten umzusetzen. Wie genau einem das am besten gelingt, zeigte und erklärte er am Donnerstag den Schülern von Lehrer Marc Steinhäuser an der Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Schule in Fritzlar.

Der Vortrag mit dem Namen „Helden der Meere“ spielt für Weigand eine ganz persönliche Rolle. Der Surfer hat durch viele Reisen am eigenen Leib erfahren müssen, wie schlecht es tatsächlich um die Ozeane steht. „Menschen lieben Geschichten, wir hören gerne zu“, sagt der Merzhäuser, darum seien seine Vorträge auch keine Ansammlung von Zahlen und Fakten, sondern Emotionen.

Weigand gründete Verein Blue Awareness

Rund 120 Schüler lauschten gespannt den Worten des Referenten, der sich an der Uni Kiel intensiv mit der nachhaltigen Entwicklung der Ozeane befasst hat. „Als ich herausfand, dass trotz breitem Bewusstseins nicht nachhaltiger mit den Meeren umgegangen wird, gründete ich den Verein Blue Awareness“.

Blue Awareness soll bewusstseinsfördernde Maßnahmen durch die Bereitstellung verschiedener Medien und dem Halten von Vorträgen ermöglichen. Auch die Entwicklung und das Umsetzen eigener Aktionen zum Meeresschutz sind Ziel des Vereins.

Lehrer und Schüler begeistert

„Die Umwelt liegt mir am Herzen“, sagt auch Marc Steinhäuser. Der Lehrer im Fachbereich Wirtschaft hatte von Weigands Vorträgen gehört und die Verbindung hergestellt. „Ich weiß nicht, wann meine Schüler das letzte Mal über 90 Minuten so konzentriert waren“. Zu seinen Vorteilen zählt Weigand, dass er in einem ähnlichen Alter wie die Zuhörer sei. 

Marc Steinhäuser, Lehrer für Wirtschaft

„Ich habe das Gefühl, ich erreiche die Menschen irgendwie, das habe ich nun für meine Ziele in Sachen Umweltschutz genutzt“, sagt er. Rund 60 Vorträge hat er seit dem Projektstart im November 2018 bereits gehalten. „Jeder Einzelne zählt. Ich versuche, den Schülern zu vermitteln, dass jeder den Unterschied machen kann.“ Und genau diesen Unterschied möchte Christian Weigand auch weiterhin machen. „Ich bin einfach in meinem Element, könnte man sagen“, so der Umwelt und Ressourcen Ökonom. Die Schüler von Marc Steinhäuser werden wohl in Zukunft mit einem anderen Bewusstsein durch die Supermarktregale schlendern.

Drei Lösungen für weniger Plastik

Trinkwasser Wasser in Plastikflaschen lässt sich durch Leitungswasser in der Alu- oder Glasflasche ersetzen, so Weigand. Bei Bedarf kann man auch Sprudelwasser selbst herstellen. Das spart Kraft beim Schleppen und die Flaschen können beliebig oft genutzt werden. 

Bambus Bambus wird nachhaltig geerntet und gehört zu den nachhaltigsten Ressourcen der Erde. Man kann viele Plastikartikel durch Bambus ersetzen. Es gibt beispielsweise: Bambuszahnbürsten oder Wattestäbchen. Auch Abschminkpads und Waschlappen können aus dem Rohstoff hergestellt werden. Sind die Pads oder Lappen verschmutzt, können sie einfach mit der Kleidung in der Waschmaschine gewaschen werden, sagt Weigand. 

Verpackungsfolien Stofftasche an der Obst- und Gemüsetheke oder eine Brotdose für den Einkauf beim Metzger können schon den Unterschied machen. Eine Alternative zu Frischhalte- und Alufolie sind Bienenwachstücher, erklärt Weigand. Sie bestehen aus Baumwollstoff, der mit Wachs beschichtet wurde. Durch die Wärme der Hände lassen sich die Tücher leicht formen.

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