Eisbrecher, Fury In The Slaughterhouse und Hämatom treten auf

Corasna: Macher von Rock am Stück organisieren Festival unter Coronabedingungen

 Thomas Völkl, Alex Elgner, Michael Döring, Thomas Naumann und Georg Keßler sitzen in einer der extra gebauten Holzlogen auf Bierbänken und heben die die Hände.
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Sie wollen Fans etwas bieten: von links ein Teil der Organisatoren mit Thomas Völkl, Alex Elgner, Michael Döring, Thomas Naumann und Georg Keßler.

In normalen Zeiten feiern jedes Jahr bis zu 4000 Menschen ausgelassen bei derber Metal- und Rockmusik auf dem Festivalgelände am Lohrberg in Geismar. Jetzt gibt es eine coronakonforme Variante.

Fritzlar - Rock am Stück bedeutet: Sommer, Lautstärke, Bierdusche, Schwitzen, Nähe, Unbeschwertheit. All das, was in Coronazeiten undenkbar ist. Mit ihrem neuen Format „Corasna“ haben sich die Veranstalter nun eine coronakonforme Variante ihres beliebten Festivals ausgedacht. Vieles wird anders sein. Die musikalischen Kracher auf der Bühne sollen bleiben. Veranstalter Michael Döring hat die Pläne seines Teams vom 15. bis 18. Juli vorgestellt – er spricht mit uns über...

Das Konzept: Bei Corasna soll mit höchstens je sechs Personen in insgesamt 260 Logen inklusive Bierzeltgarnitur gerockt werden. So können die Besucher auch beim Feiern die vorgegebenen Abstände einhalten. „Nur, wer auf die Toilette muss, darf die Loge verlassen“, erklärt Döring. Dann heißt es: Maske aufsetzen. Getränke werden an die Logen gebracht.

Vor Ort gibt es ein Testcenter, bei dem sich jeder auf das Coronavirus schnelltesten lassen kann, wer dies nicht bereits vorher getan hat. Insgesamt sind anstelle von rund 4000 Gästen diesmal nur 1500 zugelassen. „Wir haben ein umfangreiches Hygienekonzept entwickelt.“

Die Stars: Die Stars auf der Bühne sollen die Fans nicht weniger umhauen als in den vergangenen Jahren. Das ist den Festivalveranstaltern ganz wichtig. Die Headliner (Hauptbands) an den vier Abenden stehen bereits fest: Am Donnerstag startet das Spektakel mit der Band Eisbrecher, am Freitag und Samstag folgen Fury In The Slaughterhouse, den Abschluss machen Hämatom. Die letzte Band wurde erst kürzlich bekannt gegeben. „Ich freue mich auf alle drei Bands gleichermaßen“, sagt Michael Döring. Eisbrecher und Hämatom seien schon in der Vergangenheit grandios gewesen und Fury? „Die sind eine Legende!“

Die Herausforderungen: Dem Rock-am-Stück-Team ist mehr als bewusst, dass ihre Idee ein Wagnis bleibt. „Klar, niemand kann uns garantieren, was diesen Sommer möglich ist.“ Hilft die Notbremse? Gehen die Zahlen runter? Mit diesen Gedanken beschäftige sich das Team fast täglich. „Anfang Juli wird sich zeigen, was geht. Und damit müssen wir dann leben.“

Beim Bau der Logen seien die Veranstalter in Vorleistung gegangen. Ob es sich lohnt? „Die Sorgen sind da.“ Rock am Stück sei aber nun mal auch etwas verrückt. „Positiv verrückt könnte man sagen“, sagt Döring und lacht. „Wir haben einfach unfassbar Lust, dieses Jahr etwas möglich zu machen.“

Die Hoffnung: Die haben die Veranstalter immer noch – und zwar auch auf eine Rückkehr der Normalität, vielleicht sogar schon im nächsten Jahr. „Wir hoffen stark darauf, dass das ganz normale Abrocken zur Musik wieder möglich sein wird. Man wird aus Versehen angerempelt, einem wird Bier übers T-Shirt geschüttet, man steht Körper an Körper vor der Bühne – davon lebt ein Festival“, sagt Döring.

Die Tickets: gibt es noch. Mehr Informationen dazu erhalten Musikfans unter facebook.com/RockAmStueck und eventim.de (Daria Neu)

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