Wekal Maschinenbau produziert für das Hospital zum Heiligen Geist

Fritzlarer Firma stellt Mundschutz im 3D-Drucker her

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Die ersten Masken aus dem Drucker: von links Heinrich Eichenberg, Tanja Adamovsky, Dr. Carsten Bismarck, Klaus Degenhardt, Torsten Schmidt und Christian Güde freuen sich über die schnelle Zusammenarbeit.

Coronavirus in Nordhessen: Eine Firma aus Fritzlar stellt Mundschutze für das Fritzlarer Hospital mit ihrem 3D-Drucker her.  

  • Coronavirus breitet sich weiter in Nordhessen aus
  • Fritzlarer Hospital fehlt Schutzausrüstung
  • Firma aus Fritzlar hilft mit 3-D Drucker

Fritzlar - Nie waren Hilfe und Nächstenliebe so wichtig und so gefragt wie in Zeiten des Coronavirus. Das hat auch die Fritzlarer Firma Wekal Maschinenbau GmbH um ihren Geschäftsführer Klaus Degenhardt erkannt. Sie haben eine Hilfsaktion für das Hospital zum Heiligen Geist (Nordhessen) gestartet. Die Firma stellt in ihren Werkstätten mit einem 3D-Drucker Atemschutzmasken im Gesamtwert von 8500 Euro her. 

Corona in Nordhessen: Engpässe bei der Lieferung von Mundschutzen 

Es war am Sonntag, kurz vor 17 Uhr, als Klaus Degenhardts Handy klingelte und Lions-Freund, Chefarzt Dr. Carsten Bismarck, in der Leitung war. Er berichtete, dass das Fritzlarer Hospital Engpässe bei der Lieferung von Atemschutzmasken und anderen Schutzartikeln hätte. Ein Problem, das derzeit fast alle Kliniken betrifft. Es fehle vor allen Dingen an Atemschutzmasken für die Angestellten, so Bismarck. 

Da sich Wekal einen 3D-Drucker angeschafft hatte, sah die Firma tatsächlich die Möglichkeit: „Wir können helfen.“ Und dann ging alles ganz schnell: Noch am Sonntag kontaktierte Degenhardt seine Mitarbeiter. Wichtige Daten wurden in ein Maschinenprogramm übersetzt. Damit fiel der Startschuss für eine Maske mit einclipbarer Filterfleecehalterung. 

Corona in Nordhessen: Firma unheimlich dankbar 

Nach einigen Optimierungen konnte der erste Prototyp in Druck gehen. Wenige Stunden nach dem ersten Telefonat erhielt Bismarck bereits die erste Maske. „Ich bin der Firma unheimlich dankbar“, sagte er im HNA-Gespräch. Die Idee sei unter Hochdruck umgesetzt worden. Ein unverzichtbares Engagement in diesen Zeiten. 

Nach Begutachtung des Kunststoffteils für die Atemschutzmaske in der Klinik ging Wekal in Seriendruck. In einem einzigen Arbeitsgang können insgesamt acht Masken hergestellt werden. Für die Optimierung der Oberfläche wurden die Kunststoffteile bearbeitet und geglättet, sodass diese sich nach dem Einsatz im Krankenhaus gut reinigen lassen, erklären die Experten. 

Corona in Nordhessen: Verschiedene Masken produziert 

Durch die 3D-Skalierung können die Masken in verschieden Größen produziert werden. Ein spezielles Vlies sorgt für Sicherheit im Kampf gegen das Coronavirus. Zum Einsatz kommen die neuen Masken laut Bismarck beim Personal auf der Intensivstation, der Geburtshilfe sowie in der Notaufnahme und der Isolierstation B1. Für den normalen Krankenhausbetrieb stehen dem Personal die handelsüblichen Schutzmasken zur Verfügung.

Weitere Neuigkeiten zum Coronavirus in Nordhessen gibt es im News-Ticker. 

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