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Demo gegen „Corona-Spaziergänger“: „Wir wollten ein Zeichen setzen“

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Von: Daniel Seeger

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Bedankte sich bei den Angestellten auf den Intensivstationen: Christoph Sippel, Landesvorstand der Grünen Jugend Hessen auf eine Demo gegen Corona-Spaziergänger.
Bedankte sich bei den Angestellten auf den Intensivstationen: Christoph Sippel, Landesvorstand der Grünen Jugend Hessen auf eine Demo gegen Corona-Spaziergänger. © Daniel Seeger

In Fritzlar kommen mehrere hundert Menschen zusammen, um gegen die „Corona-Spaziergänge“ zu demonstrieren.

Fritzlar – Ein ungewohntes Bild bot sich am Montagabend auf dem Marktplatz in Fritzlar. Wo zuletzt mehr als 200 „Spaziergänger“ unterwegs waren, um unangemeldet gegen die Corona-Politik zu demonstrieren, fanden sich stattdessen ebenso viele Menschen ein, um für mehr Solidarität in der Pandemie und gegen Verschwörungstheorien und die montäglichen „Spaziergänge“ zu demonstrieren.

Aufgerufen zur Kundgebung hatte ein Bündnis aus Jusos Schwalm-Eder, der Grünen Jugend Schwalm-Eder und Fridays for Future Fritzlar.

Demo gegen „Corona-Spaziergänger“ in Fritzlar - „Freuen uns, dass so viele Menschen gekommen sind“

„Wir freuen uns, dass so viele Menschen gekommen sind“, sagte Thorben Utpatel von der Grünen Jugend im HNA-Gespräch direkt nach der Demonstration. Man habe mit rund 100 Teilnehmern gerechnet, dass es nun mehr gewesen sind, sei eine positive Überraschung.

„Wir wollten mit unserer Demo heute ein Zeichen setzen“, so Utpatel weiter. Und das sei dem Bündnis auf jeden Fall gelungen. Er hofft, dass die Demonstration ein Anstoß für weitere Menschen sein wird, sich weiterhin gegen Verschwörungstheorien und Corona-Leugner zu engagieren.

Zwei junge Frauen halten auf dem Marktplatz in Fritzlar Schilder mit Parolen hoch.
Bei der Demonstration für mehr Solidarität in der Pandemie und gegen die Corona-„Spaziergänger“ machten Teilnehmer im Fritzlar ihre Positionen auch auf Schildern deutlich. © Daniel Seeger

Nur vereinzelte „Spaziergänger“ hatten sich auf den Weg in Richtung Marktplatz gemacht. Vor der Stadthalle versammelte sich eine größere unangemeldete Gruppe, die Polizei spricht von etwa 50 Teilnehmern. Nach der angemeldeten Demonstration seien noch einige der „Spaziergänger“ in Richtung Marktplatz gezogen und haben sich laut Polizei dort versammelt.

Fritzlar: Protest gegen „Corona-Spaziergänge“ - Demo-Veranstalter ziehen positives Fazit

„Die Auflagen für die angemeldete Versammlung waren im Wesentlichen die Einhaltung der Abstandsregeln sowie eine Maskenpflicht“, heißt es von der Stadt. Weil der Schwalm-Eder-Kreis derzeit als Hotspot gilt, ist das Tragen einer Maske am Marktplatz aber ohnehin Pflicht. „Insgesamt lief die Veranstaltung störungsfrei, die Teilnehmer haben sich an alle Auflagen der Ordnungsbehörden gehalten“, so ein Sprecher der Polizei.

Obwohl die Veranstalter ein positives Fazit ziehen, wird es vorerst keinen weiteren Gegenprotest geben. „Es hat alles gut geklappt, aber das Problem ist, dass wir mitten in einer Pandemie sind“, sagt Florian Geißer von den Jusos. Da wolle man vorsichtig sein. Wenn die Bewegung der „Spaziergänger“ aber weiteren Zulauf bekommen sollte, könne man über eine erneute Demo in Fritzlar nachdenken. Die Zusammenarbeit mit Stadt und Polizei bezeichnete Geißer als „sehr gut“. (Daniel Seeger)

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