Rockfete in Fritzlarer Stadthalle: Diese Helden vergisst man nicht

Fritzlar. Es war wie immer DAS große musikalische und gesellschaftliche Ereignis zwischen den Jahren in der Region: Das Konzert der Alten Helden, das am Samstagabend in der Fritzlarer Stadthalle über die Bühne ging.

Es fand vor einem Publikum statt, das größer hätte gar nicht sein können: Die Stadthalle war komplett ausverkauft, es passte keine Maus mehr in den Saal, in dem es vor allem um eines ging: das wilde Leben in den 60er- und 70er-Jahren.

Die Bands „Flash back in the roof“, Rockmachine, San-a-tana, Chip’n’Steel und die Steven-Stealer-Band huldigten jenen Jahrzehnten bis weit bis nach Mitternacht. Im Zentrum stand das legendäre Rockfestival „Woodstock“, das sich in diesem August zum 45. Mal gejährt hatte.

Musik von den Who, von der Creedence Clearwater Rivalband, von Canned Heat und eine riesige, selbst gebastelte Attrappe eines Joints spiegelten den Zeitgeist der wilden, bunten, lebenshungrigen und gerne auch mal drogenberauschten Zeit wider.

Es war also ein Abend, an dem an die ganz Großen des Musikgeschäfts der damaligen Jahre erinnert wurde. Logisch, dass er auch zu einer respektvollen Verneigung vor jenem Meister des Souls wurde, der erst in der vergangenen Woche überraschend starb: Joe Cocker.

Das Original ist tot, die Coverstimme lebt: Michael Dippel ist nun der einzig verbliebene Joe Cocker unserer Zeit - wenn man am Samstag die Augen schloss, man hätte Haus und Hof verwetten mögen, dass da Joe Cocker leibhaftig auf der Bühne stand.

Große Rockfete der Alten Helden in Fritzlar

Es war also ein bunter, ein vielseitiger Abend. Wer nicht da war, wird sich schwer ärgern müssen.

Dabei lag es nicht am guten Willen der Veranstalter: „Wir hätten 1000 Karten mehr verkaufen können, wenn nur die Halle größer wäre“, sagte Eric Theis von Intersport, einer der Vorverkaufsstellen. Die Liste aller Musiker liest sich wie das „Who’s who“ der Musiker aus ganz Nordhessen: Michael Dippel, Harry Stingl, Kalle Paltinat), Rüdiger Volze, Irina Matzdorf, Ecki Kisch, Bernd Riehl, Achim Schulz, Carmine Biscosi, Ulf Gottschalk, Steven Stealer, Paule Kersten, Hugo Scholz und so viele, nicht weniger beeindruckende Musiker, die allein aus Platzgründen nicht alle in diesen Artikel passen. Ein echter Jammer.

Von Peter Büchling

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