Landkreis behält Verantwortung und Ärztliche Leitung

DRK organisiert Impfzentrum für Schwalm-Eder-Kreis in Fritzlar

Ein Mann steht an der Anmeldung des Impfzentrums in Fritzlar. Eine Frau notiert seine Daten.
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Das Corona-Impfzentrum in Fritzlar: Den Betrieb übernimmt jetzt das DRK. Unser Bild entstand beim Testlauf in Fritzlar.

Die Leitung des Fritzlarer Impfzentrums wird sich verändern: Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) übernimmt im Laufe des Aprils vollständig die Organisation.

Fritzlar - Die Gesamtverantwortung und die Ärztliche Leitung für das Impfzentrum des Schwalm-Eder-Kreises in Fritzlar bleiben indes beim Schwalm-Eder-Kreis, heißt es auf HNA-Anfrage. „Auch für das medizinische und pharmazeutische Personal ändert sich nichts“, erklärt Kreissprecher Philipp Klitsch.

Da sich das Team im Impfzentrum täglich den umfangreichen Herausforderungen in der Corona-Pandemie stellen müsse, sei es wichtig, einen hauptamtlichen Betreiber zu bestimmen. In anderen Landkreisen wie beispielsweise Hersfeld-Rotenburg ist das Klinikum zuständig, im Schwalm-Eder-Kreis ist es nun das DRK, das sich um zahlreiche Aufgaben kümmert: die Erstellung des Dienstplanes und die Einteilung der Mitarbeitenden für die Impfstraßen, das Management der Impfdosen und auch die Dokumentation der Impfungen einschließlich der erforderlichen statistischen Meldungen. All das gehöre dazu, sagt Klitsch.

Für die Menschen, die geimpft werden, ändere sich mit der Übergabe des Betriebs des Impfzentrums gar nichts. Die Abläufe blieben, wie sie sind, es wechsele lediglich das Personal, das bislang auch durch viele Ehrenamtliche unterstützt worden sei. „Wir hoffen, dass ab Ende April so viel Impfstoff zur Verfügung steht, dass alle sechs Impfstraßen an sieben Tagen in der Woche in Betrieb sein werden, damit wir Schritt für Schritt in unser Leben vor der Pandemie zurückkehren“, so der Kreissprecher.

DRK-Kreisgeschäftsführer Manfred Lau spricht von einer „sehr herausfordernden Aufgabe“ für seine Kräfte. Er sei aber positiv überrascht von der Vielzahl an Menschen, die sich engagieren wollen. Rund 150 Menschen seien innerhalb von wenigen Tagen akquiriert worden. „Auf Dauer lässt sich das Impfzentrum nicht ausschließlich mit Ehrenamtlichen und Mitarbeitern aus der Kreisverwaltung, deren Schreibtisch in der Zeit leer bleibt, nicht stemmen“, erklärt Lau. Eine hauptamtliche Übernahme sei zwingend nötig. (Daria Neu)

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