Schwalm-Eder: Ehrenamtliche sind das Rückgrat der Vereine

Die Geehrten von links: Ulrich Manthei (Ehrennadel in Silber des LSB Hessen), Winfried Becker, Werner Hollstein (Ehrennadel in Gold), Rolf Hocke, Bernd Bick (erhielt einen Gutschein, da er 2012 bereits mit Silber geehrt wurde) und Franz Pickenhahn (Ehrennadel in Gold). Fotos: Zirzow

Fritzlar. Vorstand und rund 120 Delegierte des Sportkreises Schwalm-Eder, zu dem 350 Sportvereine mit 65.660 Mitgliedern gehören, trafen sich in der Fritzlarer Stadthalle zum Sportkreistag.

Der alte und neue Vorsitzende Ulrich Manthei eröffnete die Veranstaltung mit der Begrüßung der Ehrengäste, darunter der künftige Landrat Winfried Becker sowie Rolf Hocke, der bereits seit 1988 Vizepräsident des Hessischen Landessportbundes ist.

Becker und Hocke gingen auf den gewichtigen Wert des Ehrenamtes ein und machten klar, dass vieles ohne die Ehrenamtlichen in den Vereinen und Gremien gar nicht zu stemmen sei. Becker: „Mit diesem bürgerlichen Engagement tragen Sie zur Verbesserung und Sicherung der Lebensqualität vieler Menschen bei. Sie bilden damit nicht nur das Rückgrat ihrer Sportvereine, sondern sind in vielen Bereichen auch wertvolle und unersetzliche Partner in der Erfüllung gesellschaftlicher Aufgaben.“

Neben finanziellen Zuschüssen stellt laut Becker die kostenfreie Überlassung der Sporthallen zu Trainings- und Wettkampfzwecken der Vereine den größten, aber nicht exakt bezifferbaren Teil der Sportförderung des Schwalm-Eder-Kreises dar. Daran, so die Zusage von Winfried Becker, „soll sich nach dem formulierten Willen aller im Kreistag vertretenen Parteien auch in Zukunft nichts ändern.“

Rolf Hocke betonte, dass die ehrenamtliche Arbeit einen unverzichtbaren Beitrag für eine funktionierende, lebenswerte, soziale und aktive Gesellschaft leiste. „Ehrenamt ist ein Lebensprinzip,“ sagte der Vizepräsident und berichtete unter anderem, dass durch eine gemeinsame Entscheidung der Fraktionen im Hessischen Landtag eine wesentlich bessere Finanzierung des Sports erreicht wurde. Der bisher gedeckelte Prozentsatz des Zuschusses für die hessischen Vereine und Sportler aus den Einnahmen von Toto, Lotto und Glücksspirale wurde in einen Festbetrag von 20,1 Millionen Euro umgewandelt. „Das macht unsere Arbeit in allen Bereichen leichter, weil wir planen können“, sagte Hocke.

Bevor die Tagesordnung mit Ehrungen, Wahlen und Berichten abgearbeitet wurde, stellte der Vorsitzende der Alzheimer Gesellschaft Schwalm-Eder, Dr. Jens Zemke, das Präventions- und Therapieprogramm „Bewegung gegen das Vergessen“ vor. Dr. Zemke erklärte, dass eine gezielte medikamentöse Prävention gegen die Alzheimer-Demenz bisher nicht möglich sei. Durch Studien sei belegt, dass körperliche Bewegung bei Älteren die Häufigkeit von geistigen Leistungseinschränkungen reduzieren könne. Zur Umsetzung bietet die Alzheimer Gesellschaft Schwalm-Eder Schulungen an, zu denen sich Vereinsmitglieder anmelden können.

Kontakt: Leitstelle „Älter werden im Schwalm-Eder-Kreis“, Sonja Weidel, Mail: sonja.weidel@pflegestuetzpunkt-schwalm-eder.de oder an die Seniorenbeauftrage der Stadt Melsungen, Alina Überdiek, seniorenbeauftragte@melsungen.de 

Von Rainer Zirzow

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