Ein Dankeschön an den eigenen Körper

HNA-Yogasommer: Kati Mund sorgt auf dem Fritzlarer Bolzplatz für Entspannung

Länge im Rücken finden: Das ist eine der wichtigsten Aufgaben im Yoga. Vor allem Frauen, aber auch einige Männer haben am Mittwochabend den Worten von Lehrerin Kati gelauscht und sich an den Übungen versucht.
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Länge im Rücken finden: Das ist eine der wichtigsten Aufgaben im Yoga. Vor allem Frauen, aber auch einige Männer haben am Mittwochabend den Worten von Lehrerin Kati gelauscht und sich an den Übungen versucht.

Der Fritzlarer HNA-Yogasommer ist bereits im vergangenen Jahr eingeschlagen wie eine Bombe. Auch am Mittwochabend füllte sich der Bolzplatz weit vor 18.30 Uhr – und zwar bei bestem Wetter.

Fritzlar – Rund 80 Yogis tummeln sich in der Abendsonne auf der Rasenfläche des Bolzplatzes mit Blick auf den Grauen Turm. Sie alle haben eine Matte unter dem Arm, die meisten vermutlich einen anstrengenden Tag hinter sich. Und genau darum soll es beim Yoga gehen: loslassen, die eigene Mitte finden, herunterkommen. Yogalehrerin Kati Mund lässt die Teilnehmer allein durch ihre ruhige und sanfte Stimme gleich zu Beginn in eine entspannte Atmosphäre eintauchen.

Vor historischer Kulisse: Den Grauen Turm hat man in fast jeder Haltung im Blick.

„Yoga ist auch ein Dankeschön, an den eigenen Körper. Der ist den ganzen Tag für dich im Einsatz.“ Stimmt. Und das ist im Alltag nur den wenigsten Menschen bewusst. Umso wichtiger ist am Anfang einer jeden Yogastunde deswegen das bewusste Atmen. Hier und dort ist in den ersten Minuten noch ein Tuscheln zu hören. In der hinteren Reihe klingelt ein Handy. Doch je mehr Zeit vergeht, desto ruhiger scheint es auf dem gesamten Bolzplatz zu werden.

Anfänger brauchen keine Angst zu haben. Kati Mund beginnt mit leichten Dehnübungen – für jeden, der im Job viel sitzt ist das eine wahre Wohltat. „Wer weiß, wo wir in acht Wochen landen. Vielleicht machen wir dann alle Poweryoga“, sagt die Lehrerin und lacht.

Sie hat immer ein motivierendes Wort übrig: Yogalehrerin Kati Mund aus Gudensberg.

In einer der hinteren Reihen haben es sich Anne-Christine Römer und ihr Bruder Jan Richter gemütlich gemacht. Der 24-jährige Student ist einer der eher wenigen Männer, die mitmachen. „Ich habe schon mal in meiner Schulzeit an einem Kurs von Kati Mund teilgenommen“, sagt er. Dass das nun schon einige Jahre her ist, mache ihn aber überhaupt nicht nervös. „Einfach mitmachen, dann klappt das schon.“

Damit hat er völlig Recht. „Schau nicht auf die anderen Matten, es geht nur um dich und deinen Körper. Es ist dein Leben“, erklärt Kati Mund, während die Yogis zwischen herabschauendem Hund, Kobra, Drehsitz und Krieger hin- und herturnen.

Besonders attraktiv ist der HNA-Yogasommer für viele vor allem deshalb, weil er unter freiem Himmel stattfindet. Die Abschlussentspannung, bei der die Yogis mit geschlossenen Augen auf dem Rücken liegen und sich ganz fallen lassen, ist daher besonders stimmungsvoll.

Die Sonnenstrahlen kitzeln im Gesicht, die Vögel zwitschern. Sonst schweigen alle und gönnen sich einfach nur drei Minuten des Nichtstuns. Ja, auch das ist im Yoga erlaubt: Nichtstun. (Daria Neu)

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