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Großer Ausverkauf im FaFritz: Hausflohmarkt in Fritzlar wegen Vereinsauflösung

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Von: Daniel Seeger

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Im Gebäude im Fritzlarer Hellenweg war das FaFritz viele Jahre beheimatet. Weil der Verein sich auflöst, findet am kommenden Samstag ein Hausflohmarkt statt, bei dem große Teile der Einrichtung verkauft werden. Die Erlöse fließen ins Vereinsvermögen, was nach Auflösung sechs anderen gemeinnützigen Vereinen zugutekommen soll.
Im Gebäude im Fritzlarer Hellenweg war das FaFritz viele Jahre beheimatet. Weil der Verein sich auflöst, findet am kommenden Samstag ein Hausflohmarkt statt, bei dem große Teile der Einrichtung verkauft werden. Die Erlöse fließen ins Vereinsvermögen, was nach Auflösung sechs anderen gemeinnützigen Vereinen zugutekommen soll. © Daniel Seeger

Weil sich der Verein FaFritz auflöst, findet am Samstag, 16. Juli, im Fritzlarer Frauen- und Familienzentrum ein großer Hausflohmarkt statt. Große Teile der Einrichtung werden verkauft.

Fritzlar – Langsam aber sicher stehen die Zeichen beim Frauen- und Familienzentrum in Fritzlar (FaFritz) auf Abschied. Nachdem die Mitglieder des Vereins mehrheitlich die Auflösung beschlossen hatten, läuft mittlerweile die Abwicklung des Vereins. Am Samstag, 16. Juli, veranstaltet das FaFritz einen großen Hausflohmarkt. Von 10 Uhr bis 16 Uhr werden weite Teile der Einrichtung zum Verkauf angeboten – von Möbeln über Bastelbedarf bis zu Spielsachen.

„Es wird wohl ein wenig zugehen wie auf einem Basar“, sagt Mona Uchtmann-Haubrich, eine der Liquidatorinnen des Vereins. Sie ist eine der Personen, die mit der Auflösung des Vereins beauftragt sind.

Man habe zwar eine Preisliste, aber letztendlich sei vieles Verhandlungssache. Manches habe aber auch einen festen Preis – „Vorgabe vom Finanzamt“.

Das eingenommene Geld versickert nicht irgendwo, sondern kommt insgesamt sechs gemeinnützigen Vereinen zugute, unter denen am Ende das Vereinsvermögen aufgeteilt wird. „Das sind Partner, mit denen wir in der Vergangenheit immer gut zusammengearbeitet haben“, sagt Uchtmann-Haubrich, die über viele Jahre im Vorstand des Vereins tätig war.

Ausgesucht wurden die Empfänger ganz demokratisch von der Mitgliederversammlung. Dabei sind die Fördervereine der Regenbogenschule Züschen, der Kita am Eulentor und der Schule am Dom. Außerdem bedacht werden der Partnerschaftsverein Homberg-Stolin, der Wünschewagen Nordhessen des ASB und der Verein „Intensiv Leben“ aus Kassel, der Familien mit Kindern, die intensivpflichtig erkrankt sind, unterstützt. „Hier bereichert sich niemand“, betont Uchtmann-Haubrich, weil es in der Vergangenheit bereits anderslautende Gerüchte gegeben habe.

Von der Stadt hieß es zuletzt, dass das Angebot des FaFritz unter städtischer Leitung weiterbetrieben werden soll. Daher wird diese auch Teile der Einrichtung übernehmen. Dazu habe es bereits Gespräche gegeben, so Uchtmann-Haubrich. So würden beispielsweise Tische und Stühle und die Einrichtungsgegenstände der Kinderkleiderkammer übernommen. All das, was die Stadt nicht kaufe, werde abgebaut oder verkauft. Die Spielgeräte auf dem Spielplatz neben dem Gebäude überlasse der Verein beispielsweise der Kinder- und Jugendhilfe Haus Carl Sonnenschein.

Ein wenig Zeit wird noch vergehen, bis der Verein das Gebäude endgültig verlassen wird. Der Mietvertrag laufe noch bis zum Jahresende, so Uchtmann-Haubrich. Aber vermutlich werde es etwas schneller gehen: „Wir peilen Ende Oktober an.“

Die Mitgliederversammlung des Vereins hatte die Auflösung beschlossen, weil der damalige Vorstand keine Nachfolger für die Posten gefunden hatte. „Wir haben zwei Jahre wirklich intensiv gesucht und mit so vielen Menschen gesprochen“, erinnert sich Uchtmann-Haubrich. Grund für den Rückzug des Vorstandes war die Arbeitsbelastung, die ehrenamtlich kaum zu stemmen gewesen sei. (Daniel Seeger)

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