Enge Zusammenarbeit mit der Bundeswehr

Feldjäger üben mit Polizisten: Fritzlarer Bundeswehrgelände bei Aktionstag im Fokus

Polizeihauptkommissar Holger Frenkler muss aus einem fahrenden Auto heraus ein Tablett mit Gläsern von einem Tisch nehmen.
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Im Geschicklichkeitsparcours unterwegs: Polizeihauptkommissar Holger Frenkler aus Bad Schwalbach.

Die Feldjägereinsatzkompanie am Bundeswehrstandort in Fritzlar trägt eine große Verantwortung: Sie übernimmt alle militärpolitischen Aufgaben – und zwar in ganz Hessen. Jetzt waren 160 Gäste in Fritzlar zu Gast.

Fritzlar - Personenschützer, Ermittlungsteams, Diensthundeführer, Zugriffteams und viele mehr gehören zu der rund 90 Mann und Frau starken Truppe in der Domstadt. „Wir machen für die Soldaten alles, was die Polizei für die Zivilisten macht“, erklärt Kompaniechefin Major Ramona Bernhard.

Ein enger Austausch unter anderem mit der Polizei sei daher unerlässlich. Bei einem sicherheitspolitischen Informationstag auf dem Kasernengelände ging es gestern genau darum.

Rund 160 Gäste von unterschiedlichen Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben aus dem gesamten Bundesland kamen mit den Feldjägern zusammen, um sich gegenseitig kennenzulernen, die Schnittstellen ihrer Arbeit zu besprechen und bei einem Wettkampf mit verschiedenen Stationen Gemeinsamkeiten ihrer Arbeit zu entdecken. „Zu den Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben zählt nicht nur die Polizei“, erklärt Oberstabsfeldwebel Jan von Holten, der den Informationstag bereits einige Male organisiert hat. Zoll und Staatsanwaltschaften beispielsweise seien genauso wichtige Gesprächspartner für die Feldjäger.

„Es geht darum, Kontakte zu knüpfen, hinter den Telefonstimmen Gesichter zu sehen“, betont Major Bernhard. In Deutschland gibt es 25 Feldjägereinsatzkompanien, die Fritzlarer Soldaten sind beim Regiment in Hilden bei Düsseldorf angegliedert. „Hier ist alles zentral bei einer Kompanie untergebracht, bei der Polizei gibt es hingegen verschiedene Dezernate“, erklärt die Kompaniechefin.

An den Stationen konnten die Teilnehmer gestern trotzdem gemeinsame Schnittmengen entdecken. Zusammen geübt wurde das Schießen mit Pistole und Gewehr, das Beobachten im Gelände, das Schießen mit einem Simulator, das Führen von Diensthunden.

Außerdem stellte die Kompanie ihre Waffen und ihre Fahrzeuge vor. Von Holten erklärt: „Unsere Aufgabenbereiche sind zwar klar getrennt, dennoch gibt es immer wieder Überschneidungen. Wenn ein Soldat beispielsweise einen Unfall als Privatmensch hatte, dabei aber mit einem Bundeswehrfahrzeug gefahren ist, sind beide im Boot.“

Am Ende des Wettkampfs wurden gestern mehrere Sieger geehrt, dafür war extra der Staatssekretär im Hessischen Ministerium des Innern und für Sport eingeladen worden. Dr. Stefan Heck (CDU) überreichte die Preise. (Daria Neu)

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