Prädikat gilt für drei Jahre

Haus mit Vier-Sterne-Blick: Ferienwohnung am Fritzlarer Marktplatz ausgezeichnet

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In Fritzlars „Guter Stube“: Das Gildehaus liegt direkt am Fritzlarer Marktplatz. Zusammen mit den benachbarten Häusern bildet es ein Ensemble, das in den vergangenen Jahrzehnten ungezählte Male fotografiert wurde. 

Fritzlar. In jedem Stadtprospekt, in dem Stadtbuch, auf ungezählten Postkarten ist sie zu finden: die Ansicht vom Fritzlarer Marktplatz mit dem Gildehaus in der Mitte. 

Dort im ersten Stock gibt es eine besondere Ferienwohnung

Das Ensemble wurde so oft fotografiert, dass die Buschs eigentlich steinreich sein müssten. Zumindest, wenn sie für jede Aufnahme einen Groschen bekommen hätten. Diese Rechnung hat einst Helmut Busch aufgemacht. Seine Enkelsöhne Jörg und Thomas Busch führen das Erbe des 1475 erbauten Hauses weiter. Sie betreiben die Ferienwohnung im ersten Stock. Es ist die Einzige in Fritzlar, die vom Deutschen Tourismusverband mit vier Sternen ausgezeichnet wurde. Und das zum dritten Mal.

„Was die Gäste am meisten fasziniert, ist der Blick“, sagt Jörg Busch und zieht das Plissee hoch. Wer im Erker der 120 Quadratmeter Wohnung steht und nach draußen guckt, blickt direkt auf den Marktplatz. 

Es ist eines der beliebtesten Fritzlar-Motive: Der Marktplatz mit dem Gildehaus in der Mitte. Jörg Busch ist in dem Haus aufgewachsen.

„Viele unserer Gäste frühstücken an dem kleinen Tisch und genießen stundenlang den Ausblick.“ Busch kennt diesen Ausblick von klein auf. Er ist in dem Haus aufgewachsen. Gut 100 Jahre reicht die Familiengeschichte der Buschs im Gildehaus zurück. Helmut Busch heiratete bei Familie Clausius ein, die im Erdgeschoss des Hauses eine Drogerie und Fotoladen führte.

1983 wurde das Haus von Grund auf saniert. „Mein Großvater hat jeden Eichenbalken abgeschliffen“, erinnert sich Jörg Busch. Kaputte Balken wurden ausgetauscht. 80 Prozent seien aber noch original.

In Fritzlars „Guter Stube“: Das Gildehaus liegt direkt am Fritzlarer Marktplatz. Zusammen mit den benachbarten Häusern bildet es ein Ensemble, das in den vergangenen Jahrzehnten ungezählte Male fotografiert wurde. 

In den 1990er Jahren machte Buschs Mutter Eveline Busch-Methner aus der Wohnung im ersten Stock eine Ferienwohnung. „Damals war Fritzlar noch nicht so stark touristisch erschlossen. Aber es lief sehr gut“, sagt der Lufthansa-Pilot. Er hat das Parkett abgeschliffen, eine neue Küche (die alte war noch aus den 1970er Jahren) und ein neues Bad eingebaut. Busch möchte in der Wohnung Moderne und Historie in Einklang bringen. Ein Konzept, das aufgeht. Dreiviertel des Jahres sei die Wohnung belegt. Die Gäste kämen inzwischen nicht nur aus Deutschland, immer wieder machen auch Australier und Amerikaner auf ihrer Europareise im Gildehaus Station. „Die sind immer ganz fasziniert. Sie wollen wissen, wie es sich anfühlt in einem Haus zu leben, das älter ist als die Entdeckung Amerikas“, sagt der 41-Jährige.

Hintergrund: 180 Kriterien fließen in die Bewertung ein

Der Deutsche Tourismusverband klassifiziert seit 1994 Ferienhäuser, -wohnungen und Privatzimmer. Der Kriterienkatalog umfasst 180 Kriterien. Bewertet werden Infrastruktur, Räumlichkeiten, Aussicht aus dem Wohnzimmer, Serviceleistungen, Freizeiteinrichtungen, Art des Objektes, Balkon und Terrasse, Garten/Anlage des Hauses, Zufahrt/Zugang zum Gebäude sowie Parkmöglichkeiten. Je nach Ausstattung und Service wird die Unterkunft mit ein bis fünf Sternen ausgezeichnet. Das Zertifikat ist drei Jahre gültig.

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