Schwimmbad-Test im Freibad Fritzlar

Von wegen „Pack die Badehose ein!“

Hier ist ein Schwimmbad zu sehen, außerdem Wasser. Badespaß. Rutsche und Treppen ins Wasser.
+
Hier ist der Außenbereich des Eder-Auen-Erlebnisbades in Fritzlar zu sehen.

Sommer, Sonne, Strand – das wird in Coronazeiten für viele Menschen nichts. Das kühle Nass genießen geht trotzdem – in einigen Bädern des Kreisteils Fritzlar-Homberg zum Beispiel. Wir haben den Test gemacht.

Hygienekonzepte wurden entworfen, Flatterband auf dem Schwimmbadgelände verteilt und zahlreiche Schilder in den Erdboden gerammt. Das alles, um den Besuchern ein möglichst sicheres Badevergnügen zu ermöglichen. Dabei setzen einige Bäder auf besonders innovative Methoden.

Sie ermöglichen es beispielsweise, die Anzahl der aktuell anwesenden Badegäste im Internet einzusehen oder bieten kontaktlose Zahlungsmethoden an. Wir starten unserer Schwimmbadtest-Serie mit dem Eder-Auen-Erlebnisbad in Fritzlar.

Eingang/Ticketverkauf

Von wegen „Pack die Badehose ein!“ - Registrieren, reservieren, Kontaktdaten angeben und bezahlen: All diese Schritte gilt es im Onlineticketsystem auf der Internetseite der Stadt Fritzlar zu gehen, um die Möglichkeit der kontaktlosen Zahlung an der Schwimmbadkasse zu nutzen.

Online anmelden und dann ab ins Bad: Kassierer und Imbissverkäufer Jürgen Wittke hilft im Eder-Auen-Erlebnisbad gerne weiter.

Ist das Ticket online bezahlt, erhält man einen digitalen QR-Code, der am Eingang des Freibades eingescannt wird. Da man seine personenbezogenen Daten zur Infektionsrückverfolgung bereits online eingegeben hat, entfällt das Ausfüllen eines solchen Formulars an der Kasse. Für weniger versierte Internetnutzer und Spontanschwimmer ist es aber auch möglich, direkt an der Schwimmbadkasse zu bezahlen. Dann muss aber das Kontaktformular ausgefüllt und in einen Briefkasten im Bad eingeworfen werden.

Um die Besucherzahlen im Blick zu haben, bekommt jeder Schwimmer eine von 400 Wäscheklammern, die dann beim Verlassen des Bades in einen Eimer mit Desinfektionslösung geworfen wird. Wer dann seine Hände desinfiziert hat und keine Symptome einer Atemwegsinfektion zeigt, hat es geschafft und kann in das Bad.

Montags geschlossen

Pro Schicht (es gibt zwei) werden gleichzeitig maximal 400 Besucher in das Bad gelassen. Aus personellen Gründen ist das Freibad montags geschlossen. Und: Mittags zwischen 12.30 und 13 Uhr wird es für den Besucherwechsel geschlossen.

Umkleide und Duschen

Als einziges Bad in unserem Test hat das Eder-Auen-Erlebnisbad die Duschen geöffnet. Allerdings, ebenso wie die Einzelumkleidekabinen, nur für Einzelpersonen oder für Familienmitglieder eines Hausstandes. Die Sammelumkleiden sind geschlossen.

Sind viele Besucher im Bad, kann es zu Wartezeiten kommen. Die Toiletten sind geschlossen.

Um schnell in das kühle Nass zu springen, empfiehlt es sich, die Badebekleidung schon zuhause anzuziehen.

Liegeflächen

Den Weg auf die Liegewiese und durch das Freibad weisen zahlreiche Bodenmarkierungen und Hinweisschilder. Die jeweiligen Hygieneregeln sind omnipräsent und werden auf Schildern bildlich und mit kurzem Text erklärt. Aufgrund der großen Liegefläche und der Bepflanzung ist es auch bei hohem Besucheraufkommen nicht schwer, einen schattigen und freien Platz zu finden.

Anders als sonst, ist es aktuell jedoch nicht möglich sich Sonnenschirme an der Kasse auszuleihen. Es gilt aber auch im Freibad; der Mindestabstand von 1,50 Meter zum Nachbarn muss eingehalten werden.

Schwimmen

Die Schwimmbecken können über die üblichen Eingänge zum Schwimmbereich von der Liegewiese aus betreten werden. Eine vorgeschriebene Laufrichtung gibt es dabei nicht. Dadurch gelangt man auf dem schnellsten Weg zum gewünschten Bereich und kann einfach zwischen den Becken hin und her wechseln.

Die Personenanzahl in den Becken ist begrenzt und wird von den Schwimmmeistern überwacht. So dürfen das Kinderbecken maximal 30 Personen und das Spaßbecken 120 Menschen gleichzeitig nutzen.

Hier darf gerutscht werden

Das Eder-Auen-Erlebnisbad ist das einzige Bad in unserem Test, in dem gerutscht werden darf – maximal von zwei Personen gleichzeitig. Deshalb kann es auch dort zu Wartezeiten kommen. Der pilzförmige Wasserfall im Zentrum des Spaßbeckens ist nicht in Betrieb. Die ursprünglichen sechs Bahnen des Schwimmerbeckens sind durch Schwimmleinen nun in drei Bahnen eingeteilt, die im Rotationsprinzip beschwommen werden können. Die Startblöcke und die Sprungtürme sind gesperrt.

Außerhalb des Beckens

Sowohl das Volleyballfeld als auch der Basketballplatz können genutzt werden. Für ausgepowerte Sportler und hungrige Besucher ist der Kiosk geöffnet.

Fazit

Das Eder-Auen-Erlebnisbad bietet sich besonders für Besucher an, die zusätzlich zum Bahnenziehen die Abwechslung auf der Rutsche und auf dem Basketballplatz suchen.

Als einziges Bad in unserem Test bietet es die Möglichkeit, die Warmduschen zu nutzen. Durch das online Registrierungs- und Bezahlsystem kann man Wartezeit am Eingang vermeiden und hat auch an vollen Badetagen einen garantierten Zutritt.

Ergebnis: Das Eder-Auen-Erlebnisbad bekommt vier von fünf Badeenten (siehe Hintergrund).

Hintergrund

Der Schwimmbadtest: Bei unserem Schwimmbadtest haben wir die Bäder in Fritzlar, Edermünde, Gudensberg, Homberg und Niedenstein getestet. Sie haben auch in der Coronazeit geöffnet. Insgesamt können fünf Badeenten als Bestnote vergeben werden. Das Fritzlarer Eder-Auen-Erlebnisbad erhält vier von fünf Badeenten von unserem Schwimmbadtester. Unser Autor Philipp Lorenz ist Student und freier Mitarbeiter der HNA Fritzlar-Homberg. Er ist 21 Jahre alt und in seiner Freizeit Rettungsschwimmer. Außerdem war er 14 Jahre lang als Leistungssportler in Schwimmhallen in Kassel und Umgebung unterwegs. 

Unser Autor war ebenfalls im Niedensteiner Hallenbad , im Freibad in Holzhausen/Hahn, dem Freibad Am Erleborn in Homberg und dem Terrano-Naturbad in Gudensberg unterwegs.

Von Philipp Lorenz

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.