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Fritzlar: Allee-Pläne werden konkreter - CDU-Antrag scheitert

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Von: Daniel Seeger

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Die Sanierungspläne zur Allee laufen weiter und wurden durch einen Antrag der Koalitionsfraktionen noch einmal konkretisiert. Der CDU-Vorstoß, die Pläne zu kippen, scheiterte.
Die Sanierungspläne zur Allee laufen weiter und wurden durch einen Antrag der Koalitionsfraktionen noch einmal konkretisiert. Der CDU-Vorstoß, die Pläne zu kippen, scheiterte. © Peter Zerhau

Der CDU-Antrag zum Stopp der Planungen scheitert an einer Mehrheit der Koalition. Die konkretisiert die Pläne zur Allee-Sanierung mit einem eigenen Antrag.

Fritzlar – Einig waren sich die Mitglieder der Fritzlarer Stadtverordnetenversammlung vor allem in einem Punkt: Die Allee muss saniert werden. Über das „Wie“ gingen die Meinungen wie auch in den vergangenen Wochen auseinander.

Beschlossen wurde nun ein Antrag der Koalition, der eine Konkretisierung der Pläne zur Umgestaltung der Allee vorsieht. Der Antrag der CDU und der FDP, die beschlossenen Pläne auf Eis zu legen fand hingegen keine mehrheitliche Zustimmung im Parlament.

Der Antrag der Opposition

Ein von der CDU Fraktion und dem FDP-Stadtverordneten Dr. Baschar Malek eingebrachter Antrag sah vor, dass der Beschluss zu den Sanierungsplänen der Allee aufgehoben und der Förderantrag, den die Stadt bei Hessen Mobil gestellt hat, zurückgenommen wird. Die Pläne hatten die Stadtverordneten mit den Stimmen der Koalition aus SPD, Grünen und Freien Wählern mehrheitlich im Mai beschlossen.

CDU-Mann Micheal Schär führte in seiner Antragsbegründung aus, dass es seiner Fraktion keinesfalls um eine Grundsatzdebatte bezüglich des Radwegebaus gehe, sondern den Alleepark als innerstädtische Erholungs- und Aufenthaltszone zu erhalten. „Die Menschen wollen, dass der Charakter des Parks erhalten bleibt.“

Zudem gab Schär zu bedenken, dass das Fördergeld für die Allee, nach Auffassung der CDU auch auf das Hessentags-Budget angerechnet werden. „Zum Schluss ist alles Steuergeld, sowohl unser städtischer Anteil als auch das Fördergeld“, so Schär. Er stellte infrage, ob diese Planung wirklich umgesetzt werden und Geld in dieser Größenordnung investiert werden müsse.

Der Antrag der Koalition

Die Koalition nutzte die Gelegenheit und brachte ihrerseits einen eigenen Antrag ein und signalisierte damit nach eigener Auffassung Kompromissbereitschaft. Denn dieser geht auf einige wesentliche Kritikpunkte ein, die an der bisherigen Planung der Allee geäußert wurden. So sieht er vor, dass alle gesunden, großkronigen Bäume im Alleepark erhalten werden sollen. Außerdem soll der geplante Kreisel als überfahrbarer Minikreisel gebaut werden. Auch auf den zweiten großen Kritikpunkt, die Radwegeführung, geht der Antrag ein. Der Radweg soll außerhalb oder im Randbereich des Parks verlaufen. Zudem soll geprüft werden, ob im westlichen Teil des Alleeparks ein Tausch des entlang der Allee geführten Bürgersteigs mit dem Radweg möglich ist und die Fußgängerführung dann teilweise auf den bereits bestehenden Wegen im Park erfolgen kann.

Für die Bauzeit soll ein Konzept mit Ausweichparkplätzen erarbeitet und das Baustellenmanagement so organisiert werden, dass die Sanierung und Neugestaltung beschleunigt und vor dem Hessentag fertig sein wird. Die Planung soll, so der Antrag, weiterhin konform mit den Fördergeldrichtlinien und in Absprache mit dem Land Hessen fortgeschrieben werden.

Dieser konkurrierende Hauptantrag der Koalition stärke, konkretisiere und erweitere den letzten Beschluss zur Allee, sagte Axel Jäger (Grüne). Ein Verwerfen des bisherigen Plans, der Rückruf des Förderantrages und eine komplette Wiederholung des Planungsprozesses würden die Planung um Jahre zurückwerfen und der Stadt erheblichen finanziellen Schaden zufügen.

Zudem wäre eine Fertigstellung bis zum Hessentag nicht mehr möglich und die dringend notwendige Sanierung des Kanals würde sich mindestens bis nach dem Hessentag verschieben. „Sie wollen eine Planung verwerfen, deren abschließendes Ergebnis Sie noch nicht mal kennen“, sagte Jäger in Richtung Opposition.

Die Abstimmung

Eine Meinungsänderung bei CDU und FDP konnte Axel Jäger nicht bewirken. „Wir teilen den Optimismus nicht, dass der Radweg an den Randbereich verlegt werden kann und dass keine weiteren Bäume beschädigt werden“, entgegnete Michael Schär. Die CDU werde bei ihrer Position bleiben.

Der Antrag von CDU und FDP scheiterte an den Stimmen der Koalitionsfraktionen SPD, Grüne und Freie Wähler, deren Antrag wurde schließlich wiederum mehrheitlich gegen die Stimmen von CDU und FDP angenommen. (Daniel Seeger)

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